Als Leni Chilla gerade zwölf Jahre alt war, war spätestens klar – die junge Meidericherin ist nicht nur gut im Brazilian Jiu-Jitsu, meist „BJJ“ genannt. Sie „vermöbelt“ Gegnerinnen auf gehobenem U-16-Niveau. Als sie schließlich ins U-16-Nationalteam berufen wurde, wunderte das ihren Trainer in einem Erkrather Gym, Renan da Silva Malheiro, nicht wirklich. Denn er sagte über die Duisburgerin: „Talentiert sind viele. Aber Leni ist auch noch fleißig. Und darauf kommt es an.“ Was folgte waren Bronze bei der U-16-Europameisterschaft und der Gewinn der deutschen U-14-Meisterschaft. Das honoriert der Bundestrainer: Leni Chilla wird am 9. November bei der Weltmeisterschaft in Thailand starten – erneut in der U-16-Klase.
Die inzwischen 13-Jährige wird mit dem deutsche DJJV-Kader bereits am 3. November nach Bangkok reisen, damit sich das Team im Zuge der Zeitverschiebung akklimatisieren kann. Sechs Tage später ist Leni Chilla dann an der Reihe. „Um ihr Trainingspensum zu erreichen, ist Leni seit diesem Schuljahr vom Steinbart-Gymnasium dreimal in der Woche morgens vom Unterricht befreit“, berichtet ihr Vater Marc Chilla. „Die versäumten Unterrichtsstunden werden separat mit anderen Sportlerinnen und Sportlern nachgeholt.“ Leni Chilla besucht eine Sportklasse im Steinbart-Gymnasium und wird mittags zusätzlich bei ihren Hausaufgaben und zur Vorbereitung auf Klassenarbeiten durch das Teilzeit-Internat des Stadtsportbundes gefördert. „Diese Unterstützung an der Schule ist Gold wert“, sagt Marc Chilla.
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In Vorbereitung auf die WM hat sie mit der Nationalmannschaft bereits ein Trainingslager in Bad Blankenburg absolviert. Kurz zuvor hatte sie bei einem Turnier in Frankfurt Gold gewonnen.


