Sandis Zolmanis verlässt die Eisfläche nach dem Training am Donnerstag. Wie es dem Topscorer und Spielmacher der Füchse geht? „Besser“, ruft der Lette im Vorbeigehen. Ist ein Einsatz am Freitag also möglich, wenn der EVD daheim in der Alleato-Arena an der Wedau um 19.30 Uhr antritt? Der Eishockey-Stürmer grinst und sagt: „Mal sehen.“ Immerhin: Es geht aufwärts beim 31-Jährigen. Ob er in Spiel drei des Play-off-Achtelfinals gegen die Lindau Islanders tatsächlich auf Seiten des Oberligisten EV Duisburg zum Einsatz kommt, wird sich kurzfristig klären. In jedem Fall bleibt der Kader klein. Drei Reihen werden es sein. „Wir waren bei fünf gegen fünf das bessere Team“, unterstreicht Nicklas Mannes, der Kapitän der Füchse. Seine Mannschaft will sich die Führung in der Best-of-Five-Serie zurückholen.

Mal sehen.

Sandis Zolmanis, Stürmer der Füchse Duisburg, auf die Frage, ob er wieder spielen kann.

Zum Auftakt hatten die Füchse den Sechsten der Süd-Gruppe mit 5:2 besiegt, dabei aber Klavs Planics und Martin Schymainski durch Verletzungen verloren. Nach wie vor fällt die Verletzung von „Schymmi“, dessen Vertragsverlängerung erst kurz zuvor bekanntgegeben worden war, in die Kategorie von Slapstick der wenig lustigen Sorte. Denn: Ein Linienrichter war auf die Schulter des Füchse-Routiniers gestürzt, als er einen kleinen Streit schlichten wollte. Dass ein Unparteiischer eine schwere Verletzung verursacht, ist zumindest mal etwas Neues. Da war es beinahe schon unerheblich, dass die Schiedsrichter sowohl gegen den Duisburger als auch den Lindauer Noah Kane Fünfminutenstrafen wegen „Fightings“ verhängt hatten, nachdem sich die beiden Kontrahenten nur ein wenig geschubst hatten. Das auslösende Foul gegen Klavs Planics, für den die Saison damit beendet ist, blieb gänzlich ungeahndet.

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Obwohl der EVD am Dienstag nur 14 Feldspieler einsetzen konnte, lag das Team dank einer starken Energieleistung schon mit 4:1 vorne, musste sich aber angesichts schwindender Kräfte noch in der Verlängerung geschlagen geben, sodass es nun in der Serie 1:1 steht. Nicklas Mannes streicht dabei heraus: „Diese Leistung der Mannschaft ist alles andere als gewöhnlich“, erklärt der Kapitän, der seine Jungs mindestens bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis besser gesehen hat. „Wir haben bisher jeden Rückschlag weggesteckt. Und daran wird sich nichts ändern.“

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Insgesamt stehen drei der acht Achtelfinalserien unentschieden, weil die Icefighters Leipzig den Süd-Zweiten aus Memmingen mit 7:3 düpierten. Auch zwischen den Hammer Eisbären und den Tölzer Löwen steht es remis, weil die Westfalen bereits Spiel eins in Bad Tölz für sich entschieden hatten, dann aber daheim unterlegen waren. In der Duisburger Serie sorgen die Clubs dafür, dass ihre Spieler so gut vorbereitet wie möglich ins Spiel gegen: Nachdem bereits der EVD zu Spiel zwei am Tag zuvor angereist war, machen dies die Islanders nun genauso. Am Sonntag steht das vierte Spiel erneut am Bodensee auf dem Plan. Bully ist dann um 18 Uhr. Sollte es nach dieser Partie 2:2 stehen, würde es zu einem entscheidenden fünften Spiel am Dienstag, 17. März, um 19.30 Uhr dann wieder in Duisburg kommen.

Nicklas Mannes hat derweil keine Sorgen, dass seiner Mannschaft die Kraft per se ausgehen könnte. „Bis zum Spiel werden wir drei Tage gehabt haben, um uns zu regenerieren. Da sehe ich überhaupt kein Problem“, sagt der Kapitän. Zudem werden die Füchse eine „Tradition“ der vergangenen Heimspiele fortsetzen und erneut eine Vertragsverlängerung kurz vor dem Spielbeginn verkünden.

Die Alte Lady sagt Goodbye

Die Füchse wollen noch möglichst lange in den Play-offs der Eishockey-Oberliga spielen. Eine Sache steht aber bereits fest: Die letzte Disco-Laufzeit in der alten Eissporthalle wird am Samstag, 28 März, von 19 bis 22 Uhr stattfinden. So sehr sich alle Eissportlerinnen und Eissportler auf den Neubau freuen, so groß wird der Herzschmerz sein, sobald die jetzige Eissporthalle, die mit einer Laufzeit am 26. Dezember 1970 ihre Pforten geöffnet hatte, für immer schließen wird. Die letzte Disco-Laufzeit steht daher auch unter dem Motto „Die Alte Lady sagt Goodbye“. Noch einmal sollen die Runden zu musikalischen „Eishallen-Klassikern“ gedreht werden. Derweil schreiten die Vorarbeiten für die Errichtung der Übergangshalle auf der BSA Wedau I weiter voran. „Wir sind im Zeitplan. Die Arbeiten laufen sehr professionell und transparent“, freut sich Eissporthallen-Geschäftsführer Tom Södler.