Titelverteidiger gegen Rekordpokalsieger, Meister gegen Vizemeister und noch dazu der Abschied einer Legende: Das Traumfinale um den DFB-Pokal der Frauen zwischen dem FC Bayern und dem VfL Wolfsburg steht in diesem Jahr unter speziellen Vorzeichen. Los geht es heute am 14. Mai in Köln.

DFB-Pokal der Frauen: das Finale

  • Finale: 14. Mai 2026 (Christi Himmelfahrt) in Köln
  • Anstoß: 16 Uhr
  • TV-Übertragung: ZDF und Sky

Es wird ein herzzerreißendes Finale im Kölner Rhein-Energie-Stadion: Alexandra Popp, jahrelang das Aushängeschild des VfL Wolfsburg, wird in Köln ihr letztes großes Finale für ihren Klub bestreiten, bevor sie im Sommer zu Borussia Dortmund wechselt. Es wäre nach einer muskulären Wadenverletzung Mitte März das fast schon kitschige Happy End einer imposanten Erfolgsära. Die frühere DFB-Kapitänin hat den Pokal als Rekordsiegerin bereits 13 Mal gewonnen, für das große Highlight vor dem Wechsel zu ihrem Herzensverein Borussia Dortmund sollte die 35-Jährige einen XL-Vorrat an Taschentüchern einpacken, denn sie ahnt: „Tränen werden definitiv fließen.“ Vermutlich nicht nur auf dem Platz.

Seit 2010 steigt das Frauen-Endspiel in der Rhein-Metropole, und auch dank des bunten Rahmenprogramms auf den Stadionvorwiesen hat es sich als familienfreundliches Fußballfest am Feiertag etabliert. Gespielt wird vor über 45.000 Fans, voraussichtlich zum vierten Mal in Serie vor ausverkauften Rängen. „Es ist das größte Highlight für den deutschen Frauenfußball in jedem Jahr“, schwärmte die Wolfsburger Nationalspielerin Janina Minge in der Sport Bild über das Event, das viel zu lange als Vorprogramm des Männer-Endspiels in Berlin ein Schattendasein fristen musste. Im vergangenen Jahr wurde der Vertrag verlängert, das Frauen-Pokalfinale bleibt bis 2030 in Köln. Mindestens.

Für das Endspiel wurden mehr als 45.000 Tickets abgesetzt. Übertragen wird die Partie im Free-TV auf ZDF und beim Bezahlsender Sky.

DFB-Pokal der Frauen: die Halbfinal-Ergebnisse

Die Halbfinals wurden im Anschluss an die beendeten Viertelfinals direkt ausgelost. Gespielt wurden die Partien am 5. und 6. April.

  • Carl-Zeiss Jena - VfL Wolfsburg 4:5 i.E.
  • FC Bayern München - SGS Essen 4:0
Die SGS Essen um Ramona Maier (l.) musste im Halbfinale zum FC Bayern München.
Die SGS Essen um Ramona Maier (l.) musste im Halbfinale zum FC Bayern München.© FUNKE Foto Services | Dirk A. Friedrich

DFB-Pokal der Frauen: die Viertelfinal-Ergebnisse

  • SGS Essen - Werder Bremen 1:0 (1:0)
  • VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0)
  • Carl Zeiss Jena - SC Sand 4:1 (1:1)
  • Hamburger SV - Bayern München 0:3 (0:1)

Ausgelost wurde das Aufeinandertreffen der verbliebenen acht Teams im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund von Trainerlegende Friedhelm Funkel. Als Ziehungsleiterin fungierte Nia Künzer.

Für die SGS Essen bot sich ein breites Spektrum an möglichen Duellen – von einem Prestige-Match gegen den Serienmeister Bayern bis hin zu einer lösbareren Aufgabe wie SC Sand oder Carl Zeiss Jena. Die Viertelfina-Teilnehmer:

  • SGS Essen
  • FC Bayern München
  • VfL Wolfsburg
  • Eintracht Frankfurt
  • Hamburger SV
  • Werder Bremen
  • Carl Zeiss Jena
  • SC Sand
Fussball - DFB-Pokal - SGS Essen ggn SV Werder Bremen
Maike Berentzen von der SGS Essen im Viertelfinale gegen Werder Bremen.© FUNKE Foto Services | Lars Heidrich

DFB-Pokal der Frauen: die Achtelfinal-Ergebnisse

Gespielt wurde das Achtelfinale am 15. und 16. November.

  • Turbine Potsdam - SGS Essen 0:1 (0:0)
  • Union Berlin - FC Carl Zeiss Jena 0:1 (0:1)
  • VfL Wolfsburg - SC Freiburg 3:1 (1:0)
  • SC Sand - 1. FC Köln 3:2 (2:2)
  • FC Ingolstadt 04 - Bayern München 0:3 (0:0)
  • TSG Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 4:6 (2:4)
  • Hamburger SV - Bayer Leverkusen 4:2 i.E.
  • RB Leipzig - Werder Bremen 4:5 i.E.
Die SGS Essen läuft bald auch in einer Partie des DFB-Pokal-Viertelfinals auf.
Die SGS Essen läuft bald auch in einer Partie des DFB-Pokal-Viertelfinals auf.© FUNKE Foto Services | Michael Gohl

DFB-Pokal der Frauen: Wer überträgt die Partien

Wie bei den Männern auch ist der Bezahlsender Sky der Hauptsender für die Übertragungen des DFB-Pokals. Aber: Sky legte erst ab dem Viertelfinale richtig los und überträgt alle Partien live. In der Vorrunde gab es nur ein Spiel im TV, ebenso im Viertelfinale. Die restlichen Spiele liefen teils in Streams.

Die Halbfinals werden jeweils auf Sky übertragen, das Spiel zwischen Jena und Wolfsburg läuft zusätzlich im Free-TV auf ARD.
Auch das Finale wird dann live im Free-TV übertragen.

DFB-Pokal der Frauen: Ergebnisse der ersten Runde

  • ATS Buntentor - VFL WOLFSBURG 0:11 (0:4)
  • 1. FFC Montabaur - TURBINE POTSDAM 0:3 (0:3)
  • FC INGOLSTADT - 1. FC Nürnberg 2:2 (1:1, 0:1) n.V., 4:2 i.E.
  • Hannover 96 - SC FREIBURG 0:4 (0:2)
  • SV Elversberg - BAYER LEVERKUSEN 0:5 (0:4)
  • Kickers Offenbach - SGS ESSEN 0:7 (0:2)
  • VfR Warbeyen - 1. FC KÖLN 0:6 (0:3)
  • SV Meppen - SC SAND 0:3 (0:2)
  • BSG Chemie Leipzig - CARL ZEISS JENA 0:5 (0:2)
  • SG 99 Andernach - RB LEIPZIG 0:7 (0:5)
  • 1. FC Magdeburg - HAMBURGER SV 0:3 (0:1)
  • FC Viktoria Berlin - EINTRACHT FRANKFURT 1:3 (1:2)
  • FSV Mainz 05 - UNION BERLIN 0:2 (0:0)
  • Victoria Hamburg - WERDER BREMEN 0:7 (0:4)
  • SpVgg Greuther Fürth - TSG HOFFENHEIM 1:2 (0:2)
  • Borussia Dortmund - Bayern München 0:2 (0:2)

DFB-Pokal der Frauen: Wie schnitten die Teams aus dem Revier ab?

32 Teams spielten insgesamt um den Einzug ins Achtelfinale, unter den 12 Bundesligisten der vergangenen Saison ist auch die SGS Essen. Sie trat in der ersten Runde beim Regionalligisten Kickers Offenbach an und sammelte dort etwas Selbstvertrauen nach dem missratenen Saisonstart.
Weitere Teilnehmer aus dem Ruhrgebiet waren die Frauen von Borussia Dortmund. Der Regionalligist bekam es ausgerechnet mit Titelverteidiger Bayern München zu tun und scheiterte 0:2.
Die Frauen des VfL Bochum waren zuvor in den Play-offs gegen Viktoria Berlin gescheitert (1:2), der MSV Duisburg war nicht qualifiziert.