Zusammenfassung
- Die SGS Essen verliert nach dem Bundesliga-Abstieg viele Leistungsträgerinnen.
- Eine davon ist Stürmerin Ramona Maier. Sie wechselt zu Borussia Dortmund.
- Dort wird sie an der Seite von Alexandra Popp spielen.
Für viele der Spielerinnen der SGS Essen war das Saisonfinale am Sonntag nur noch die letzte Bestätigung: Das 1:1 gegen den SC Freiburg reichte nicht, die SGS Essen ist nach 22 Jahren aus der Fußball-Bundesliga der Frauen abgestiegen. Tränen flossen dennoch vereinzelt, auch bei Ramona Maier. Vier Jahre lang war die 30-Jährige für die Mannschaft in den lilafarbenen Trikots in der höchsten Liga aktiv. Am Donnerstag aber war auch sie unter den zahlreichen Verabschiedungen der SGS.
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Und nun? Die Stürmerin, mit vier Treffern immerhin treffsicherte Essenerin in einer torarmen Saison, bleibt mitnichten in der Bundesliga. Auch in die 2. Liga wird es wohl doch nicht gehen. Denn ihr neuer Klub, könnte den Aufstieg verpassen und in der Regionalliga bleiben. Es handelt sich um die ambitionierten Frauen von Borussia Dortmund.

Von der SGS zum BVB: „Möchte Geschichte schreiben“
„Mich hat der Weg von Borussia Dortmund von Anfang an fasziniert. Der klare Plan und die Philosophie des Vereins haben mich komplett überzeugt. Ich brauche eine Aufgabe, für die ich brenne. Und auf die Aufgabe hier habe ich richtig Bock“, sagte die ausgebildete Polizistin nach ihrer Vertragsunterschrift. „Dieser Verein hat so eine große Strahlkraft. Da will ich den Weg mitgehen, mitgestalten und beim BVB Geschichte schreiben.“
Dennoch: Wäre der Schritt zwei Ligen tiefer nicht ein großer - und zwar rückwärts? „Ich sehe es nicht als Schritt zurück. Ich würde es eher so bezeichnen, dass die Mannschaft – und damit auch ich – Anlauf nimmt für die anstehenden Aufgaben und wir uns mit voller Wucht dann in Richtung Bundesliga arbeiten.“
Von der SGS zum BVB: Wiedersehen mit Markus Högner
Dass die Fußballerin aus Bayern das Projekt BVB reizt, ist somit klar. Doch auch wieder unter dem langjährigen SGS-Trainer Markus Högner zu spielen, war ein Grund für den Wechsel. „Markus hat mich vor vier Jahren in die Bundesliga geholt und mir durch viel Spielzeit die Chance gegeben, mich in der höchsten Liga zu präsentieren. Markus kennt mich, ich kenne ihn und ich bin gespannt, wie es unter den neuen Bedingungen mit ihm sein wird. Er ist auf jeden Fall ein guter Trainer und ich freue mich auf das Wiedersehen.“ Zudem wird sie künftig mit der langjährigen Nationalmannschafts-Kapitänin Alexandra Popp zusammenspielen.
Maier absolvierte bislang 89 Bundesliga-Spiele (21 Tore) für die SGS Essen. Bei ihrem vorherigen Verein FC Ingolstadt erzielte sie 107 Tore in 174 Pflichtspielen. Mit Ingolstadt feierte sie 2019 die Meisterschaft in der Regionalliga Süd. Drei Jahre später wurde die Angreiferin mit 25 Treffern Torschützenkönigin der 2. Bundesliga.
Folgende SGS-Abgänge sind bisher bekannt:
- Paula Flach
- Laureta Elmazi
- Paulina Platner (Bayer Leverkusen)
- Vanessa Fürst
- Julia Debitzki
- Luisa Palmen
- Ramona Maier (Borussia Dortmund)
- Shari van Belle
- Natasha Kowalski (Bayer Leverkusen)
- Lilli Purtscheller (Werder Bremen)
- Kassandra Potsi (FC Bayern)
- Ella Touon (Ende der Leihe vom 1. FC Köln)


