25 Oberliga-Einsätze hat Stefan Kapuscinski in seiner Fußball-Vita schon verewigt. Die Spiele für den TSV Meerbusch zwischen 2014 und 2017 sind allerdings schon eine ganze Weile her. So gesehen verwundert es kaum, wenn der 33-jährige Rechtsverteidiger einen möglich Aufstieg in die höchste deutsche Amateurfußballklasse als „einen Meilenstein und Höhepunkt meiner Karriere“, bezeichnet. Vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr, Asberger Straße) gegen den abstiegsbedrohten FC Kray hat Kapitän Kapuscinski seinen Vertrag beim SV Scherpenberg verlängert.
Stefan Kapuscinski: Auch für Aufstiege spielt man Fußball
Ob die dann dritte Spielzeit mit dem Moerser Ortsteilverein tatsächlich in der Oberliga fortgesetzt wird, vielleicht sogar gegen Ex-Profiklubs wie den KFC Uerdingen oder den Wuppertaler SV? „Die Motivation für alle kann nicht groß genug sein, dieses Ziel zu schaffen. Auch für Aufstiege spielt man Fußball. Wir haben alles in eigener Hand“, betont Stefan Kapuscinski.

Dass der Weg in den verbleibenden sechs Spielen weiter steinig sein kann, zeigte sich am vergangenen Samstag beim 1:1 im Mülheimer Ruhrstadion gegen den MFC. „Aus meiner Sicht war der Auftritt keine Frage der Nerven oder des Erfolgsdrucks. Vielleicht fehlte bei dem einen oder anderen an dem Tag der letzte Wille“, befindet der Kapitän.
Paralleles Topduell: ESC Rellinghausen empfängt den SV Budberg
Auch wenn Sonntag im Topduell Dritter gegen Erster der ESC Rellinghausen den SV Budberg erwartet: Für den SV Scherpenberg ist gegen Kray ein erneuter Patzer verboten. „Rellinghausen hat das leichteste Restprogramm, wenn das Budberg-Spiel vorbei ist“, glaubt Stefan Kapuscinski. Aktuell trennen Scherpenberg und den ESC in der Tabelle Nuancen. Bei Punkt- und Tordifferenzgleichheit sowie ausgeglichenem direktem Vergleich (1:1 und 0:0) sprechen aktuell nur die mehr erzielten Treffer für die Scherpenberger als Rangzweiter.

Die Vizemeisterschaft würde die Moerser am Ende vermutlich nicht glücklich machen. Da in der Regionalliga West mit SSVg. Velbert und dem Wuppertaler SV zwei Niederrheinteams auf den drei Abstiegsplätzen stehen, gibt es aktuell keine Aufstiegsspiele der Tabellenzweiten in der Landesliga. Velbert oder Wuppertal müsste für diesen Fall den SV Rödinghausen in den finalen vier Spielen bei immerhin vier und fünf Punkten Rückstand noch überholen.
FC Kray feierte zuletzt drei Siege in Serie
Platz eins wird in der Landesliga wohl das Aufstiegsmaß der Dinge sein. Gegen Kray am Sonntag wird SVS-Trainer Sven Schützek voraussichtlich seine Bestbesetzung aufbieten können. „Ich erwarte natürlich eine andere Leistung als gegen Mülheim“, bekräftigt der Coach. Die Gäste aus Essen werden vermutlich eine defensive Fünferkette vor dem eigenen Tor aufbauen und auf Konter setzen. Gegen den 1. FC Lintfort kamen die bissigen und einsatzfreudigen Krayer damit vergangenen Sonntag zum knappen 2:1-Erfolg. Es war der dritte Sieg in Serie übrigens.


