Achtung, Moers: Jetzt wird’s richtig heiß! Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Moers und weite Teile NRWs eine amtliche Warnung vor Hitze herausgegeben. „Am Donnerstag wird eine starke Wärmebelastung erwartet. Die Hitze wird alte und pflegebedürftige Menschen extrem belasten“, heißt es in der Warnung. Der DWD rät Bürgerinnen und Bürgern, die Hitze nach Möglichkeit zu vermeiden, ausreichend Wasser zu trinken und sich in kühlen Innenräumen aufzuhalten. Laut Wetterdienst könnten die Temperaturen am Donnerstag auf Höchstwerte zwischen 30 und 34 Grad klettern.

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Am Freitag soll es dann sogar noch heißer werden. Für den Zeitraum zwischen 11 und 19 Uhr gilt in und um Moers eine amtliche Warnung vor „extremer Hitze“. In weiten Teilen Deutschlands werde es schwülheiß „mit Höchsttemperaturen zwischen 32 und 37 Grad“.

Der DWD-Meteorologe Lars Spitczok erklärt auf Anfrage der Redaktion, dass durch „eine südwestliche Strömung eine Luftmasse subtropischen Ursprungs“ komme, die für Hitze und Feuchte sorge. Am Freitag (19. Juni) könnten die Temperaturen bei schwül-warmer Luft auf 35, 36 Grad hochklettern, womit Moers die 35-Grad-Marke knacken würde. Die feuchtwarme Luft könne sich insbesondere auf den Kreislauf auswirken.

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Auch die Nächte seien außergewöhnlich warm: In der Nacht auf Samstag werden nachts um die 20 bis 21 Grad erwartet. „Das kratzt an den Bereich der Tropennacht“, erklärt Spitczok. Ab Freitag könnte es in Moers leichte Sommergewitter und Schauer mit geringem Niederschlag geben. Für Samstag und Sonntag werde deutlich mehr Luftfeuchte erwartet, was zu kräftigen Gewittern im Starkregenbereich führen könne. Aktuell sei noch nicht absehbar, ob diese Gewitter sich über Moers entladen oder doch in deutlicher Entfernung.

Diese Maßnahmen ergreifen die Schulen in Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn

Die hohen Temperaturen haben auch Einfluss auf den Moerser Schulbetrieb: „Am Freitag nach der vierten Stunde und auch kommenden Montag nach der vierten Stunde ist hitzefrei“, kündigt Frau Ritterbach, Sekretärin des Grafschafter Gymnasiums in Moers, an. Das gelte für alle Klassen bis einschließlich der 10. Klasse. Die Oberstufe sei davon ausgenommen. Neben dem Grafschafter Gymnasium haben auch das Gymnasium Adolfinum und das Gymnasium in den Filder Benden Freitag und kommenden Montag nach der vierten Stunde hitzefrei.

Auch das Julius-Stursberg-Gymnasium in Neukirchen-Vluyn reagiert auf die Hitze: An Stelle von regulären 70 Minuten bei vier Unterrichtsstunden am Tag werden diese bei Höchsttemperaturen auf 45 Minuten gekürzt. Das Gymnasium ergreift zudem weitere Maßnahmen: Auf dem Schulhof steht ein Trinkbrunnen, der Unterricht wird bei Bedarf in kühlere Räume verlegt und die Unterrichtsintensität wird angepasst, erklärt die Schulleiterin Hedda Engbers auf Anfrage der Redaktion. Außerdem seien die Lehrer zum konsequenten Lüften am Morgen angehalten. „Wir achten auf unsere Kinder“, so die Schulleiterin.

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Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule Moers beendet den Unterricht für die Klassen fünf bis zehn ab Freitag (19. Juni) nach der vierten Stunde. Das gilt auch für kommenden Montag und Dienstag. Für die Oberstufe sind verkürzte Unterrichtsstunden angesetzt. „Gegebenenfalls werden Schüler aus der Oberstufe bei extremen Temperaturen mit Projekten nach Hause geschickt“, erklärt der Schulleiter Oliver Weber. „Wir versuchen in kühlere Räume auszuweichen.“

Die Unesco-Gesamtschule aus Kamp-Lintfort erklärt, dass der Unterricht für die Sekundarstufe I um 12.15 Uhr enden wird. Für die Sekundarstufe II um 14.20 Uhr. Das liegt daran, dass auch hier auf Kurzstunden umgestellt wurde.

Auch die Moerser Grundschule Eichendorffschule kündigte an, den Unterricht am kommenden Montag und Dienstag vorzeitig zu beenden. Aufgrund der außergewöhnlich heißen Temperaturen endet der Unterricht an beiden Tagen bereits um 11.30 Uhr. Dies ist einem der Redaktion vorliegenden Schreiben der Schule an die Eltern zu entnehmen.

Und wie geht’s danach weiter? Laut DWD starte auch die kommende Woche mit Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. „Es geht erstmal heiß weiter“, äußert sich Thomas Gerwin vom DWD. Im weiteren Verlauf der Woche stehen die Chancen hoch, dass die Temperaturen „im sommerlichen Bereich bleiben“.