• Fast alle der aktuellen Wolfsmeldungen kommen aus dem Sauerland.
  • Der Vater eines Rudels in NRW ist tot. Das hat die genetische Untersuchung gezeigt.
  • Alle neuen Infos und die aktuellen Entwicklungen zum Wolf in Deutschland und NRW lesen Sie hier in unserem NRZ-Newsblog.

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Wolf in NRW: Alle wichtigen Ereignisse aus dem vergangenen Jahr lesen Sie hier:

Mittwoch, 17. Dezember: Das Bundeslandwirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium hatten sich schon darauf geeinigt, jetzt hat auch die Bundesregierung zugestimmt: die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht ist jetzt beschlossene Sache. Damit sollen sogenannte Problemwölfe künftig leichter erschossen werden können.

Der präventive Herdenschutz, der weiter finanziell gefördert wird, stehe weiter im Vordergrund, heißt es in einer Erklärung des Landwirtschaftsministeriums, jedoch bekommen die Länder jetzt mehr Möglichkeiten, in Regionen mit einem „günstigen Erhaltungszustand“ den Bestand zu regulieren. Außerdem sollen Wölfe auch dort bejagt werden können, wo der Herdenschutz durch Zäune nicht so leicht möglich ist.

Montag, 15. Dezember: Ein Wolf weniger in NRW? Wie sich jetzt herausgestellt hat, hat ein Wolf aus NRW fünf Schafe in Ottersheim in Rheinland-Pfalz gerissen. Die Tiere wurden Anfang Dezember gefunden. Eine DNA-Analyse hat nun ergeben: Es war der Wolf mit der Kennung GW5151, berichtet die Zeitung „Die Rheinpfalz“. Ein Rüde, der eigentlich aus dem Territorium Ebbegebirge im Sauerland stammt.

Dienstag, 16. Dezember: Im Oberbergischen Kreis wurden neue mutmaßliche Risse gemeldet: In der Gemeinde Nümbrecht wurden Ende November gleich 7 Lämmer tot und eines verletzt aufgefunden. Die Bisswunden der Tiere deuten auf den Wolf als Übeltäter hin. Die Ergebnisse der DNA-Analyse stehen noch aus. Wenige Tage später soll ein weiteres Schaf gerissen worden sein, auch hier gibt es noch keine Gewissheit.

Freitag, 12. September: In Sankt-Augustin ist am Freitagmittag möglicherweise ein Wolf in einem Wohngebiet gesehen worden. Ein Anwohner filmte das Tier, während es nur wenige Meter entfernt von ihm die Straße entlang läuft. Auch bei der Polizei sind mehrere Anrufe von Menschen eingegangen, die einen Wolf gesehen haben wollen.

Wolf läuft durch Lüdenscheider Innenstadt?

Samstag, 6. Dezember: Polizisten haben am frühen Samstagmorgen einen Wolf mitten in der Lüdenscheider Innenstadt entdeckt. Den Beamten sei das Tier in der Bahnhofsallee über den Weg gelaufen. Eine Begegnung dieser Art habe es bei der Lüdenscheider Polizei noch nie gegeben, heißt es von der Behörde. Die Polizisten hätten den Wolf minutenlang mit Auto und Blaulicht durch die Stadt begleitet und versucht, ihn in den Wald zu treiben. In der Nähe des Stadtparks sei das Tier dann aber in diesem verschwunden und danach nicht mehr aufgetaucht. 

Freitag, 5. Dezember: Mit der Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz haben die Bundesländer die Möglichkeit, „in Regionen mit hoher Wolfsdichte und einem günstigen Erhaltungszustand ein Bestandsmanagement einzuführen“, so das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Dagegen gehen Wolfsfreunde nun auf die Straße.

Die Allianz Wolf in Brandenburg ruft zu einer Demo am Donnerstag, 11. Dezember, vor dem Landwirtschaftsministerium in Berlin auf. Der Aufruf wird auch in Facebookgruppen in NRW geteilt. Der Entwurf des Bundesjagdgesetzes „bedroht den Wolf, ein Wesen, das seit Jahrtausenden Teil unserer Landschaft, unserer Geschichten und unseres natürlichen Gleichgewichts ist. Ein Tier, das fast ausgerottet war und sich erst mühsam wieder einen Platz erkämpft hat“, heißt es dort. Der Wolf sei „kein Feind“, sondern ein „Symbol für Freiheit, für Wildnis, für ein Ökosystem, das wir Menschen so dringend brauchen.“ Die Demo soll von 10 bis 18 Uhr stattfinden.

Neuer Wolf im Kreis Steinfurt?

Dienstag, 2. Dezember: In der Nacht zu Montag oder am frühen Montagmorgen ist ein Schaf in Altenberge im Kreis Steinfurt gerissen worden. Das berichten die Westfälischen Nachrichten. Ob dafür auch tatsächlich ein Wolf verantwortlich ist, ist noch unklar. Durch entnommene Proben soll diese Frage nun geklärt werden.

Im Kreis Coesfeld, rund 30 Kilometer entfernt von Altenberge, soll am Montag außerdem ein Wolf gesichtet worden sein. Mehrere Anwohner wollen das Tier in Davensberg, Ascheberg und Herbern gesehen haben. Aus Ascheberg existiert sogar ein Video, das dem Lanuk jetzt zur Analyse vorliegt. Erst in der vergangenen Woche ist ein Video im Netz aufgetaucht, dass einen mutmaßlichen Wolf in Greven, ebenfalls Kreis Steinfurt, zeigt.

Freitag, 28. November: Es ist die mutmaßlich erste Sichtung in Greven. In der Stadt im Kreis Steinfurt wollen mehrere Menschen am Mittwoch einen Wolf gesehen haben. Ein Video, das im Netz kursiert, zeigt, wie ein Vierbeiner an Vorgärten vorbei durch eine Parkanlage läuft. Als der mutmaßliche Wolf sich der filmenden Person immer weiter nähert, scheint er diese plötzlich zu bemerken, bleibt für ein paar Sekunden stehen, schaut direkt in Richtung Kamera und zieht sich danach wieder zurück.

Auch in der Nähe einer Kita und im Grevener Industriegebiet soll das Tier gesichtet worden sein. Das Lanuk analysiere aktuell noch die Videos. Außerdem sollen DNA-Spuren ausgewertet werden.

Freitag, 14. November: Wie schon im Koalitionsvertrag vereinbart, haben sich das Bundeslandwirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium darauf geeinigt, den Wolf in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen. Die Ministerien haben gemeinsam ein großes Paket beschlossen, um den Schutz von Weidetieren zu verbessern, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Der präventive Herdenschutz stehe zwar trotzdem im Vordergrund und werde weiterhin finanziert, doch wo Wölfe Herdenschutzmaßnahmen überwinden oder der Herdenschutz „nicht zumutbar“ umsetzbar ist, soll das Tier rechtssicher entnommen werden können. „Damit haben nun die Länder die Möglichkeit, in Regionen mit hoher Wolfsdichte und einem günstigen Erhaltungszustand ein Bestandsmanagement einzuführen“, schreiben die Ministerien. Im nächsten Schritt muss die Bundesregierung über die Vereinbarung entscheiden.

Wie die Umsetzung dann in NRW aussehen könnte und wann hier mit konkreten Veränderungen zu rechnen ist, dazu wollte sich das Landesumweltministerium auf NRZ-Anfrage nicht äußern.

Dienstag, 28. Oktober: Es ist die erste Sichtung seit 2017: In Gummersbach hat sich offenbar wieder ein Wolf niedergelassen. Wie die Kölnische Rundschau berichtet, wurde der mutmaßliche Wolf oberhalb der Aggertalsperre im Oberbergischen Kreis von einer Wildkamera aufgenommen. Und das nicht nur einmal. Jagdpächter Alexander Marx erzählte der Zeitung, das Tier sei in den vergangenen zwei Wochen jede Nacht auf den Aufnahmen zu sehen gewesen. Eine der Aufnahmen zeigt, wie der Vierbeiner ein Rehkitz mit der Schnauze trägt, das er offenbar zuvor gerissen hat.

Offiziell bestätigt ist die Sichtung noch nicht. Ebenso ist unklar, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Wolf handelt. Marx sei sich allerdings sicher, dass es ein weiblicher Wolf ist. Das Tier sei außerdem schon auf dem Hof eines Landwirts im Gummersbacher Stadtteil Bernberg gesichtet worden.

Dass dieser Wolf jedoch nicht der einzige im Oberbergischen ist, davon ist Bernd Steinhausen überzeugt. Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft sagte der Kölnischen Rundschau, im Südkreis habe man mindestens drei. Das sehe er am Verhalten des Rehwilds, das sich immer weiter zurückziehe. Wildschweine würden sich außerdem zu größeren Gruppen zusammenschließen, um sich gegenseitig zu schützen – ein weiteres Indiz.

In Wipperfürth, ebenfalls Oberbergischer Kreis, sollen außerdem am 24. Oktober zwei Lämmer von einem Wolf angegriffen worden sein. Eines wurde bereits tot aufgefunden, das andere musste später notgeschlachtet werden. Einen Herdenschutzzaun habe es nach Angaben des Lanuk nicht gegeben. Die Ergebnisse der genetischen Untersuchung stehen noch aus.

Dienstag, 28. Oktober: Und plötzlich stand er direkt vor ihm, vielleicht 100 Meter entfernt. Joachim Grunefeld hat im Wald einen Wolf getroffen. Und die Begegnung hat ihn verändert. Eva Arndt hat mit ihm über seine Erlebnisse und das von Vorurteilen geplagte Tier gesprochen.

Mittwoch, 22. Oktober: Lange war es ruhig um den Wolf in NRW. Der letzte bestätigte Nachweis wurde Ende August in Hennef dokumentiert. Jetzt gibt es nach über anderthalb Monaten wieder einen neuen Eintrag im Wolfsportal des Lanuk. Am 16. Oktober ist demnach ein weiblicher Wolf angefahren worden. Bei dem Unfall, der sich in Aachen zugetragen hat, ist das Tier gestorben. Die Ergebnisse der genetischen Untersuchung stehen noch aus. Um welche Wölfin es sich handelt und woher das Tier stammt, ist aktuell also noch unklar.

Dienstag, 16. September: Nach mehreren Verdachtsfällen gibt es nun Klarheit: Im Großraum Köln gibt es neue Wolfsnachweise. Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, hat das Lanuk neue Erkenntnisse bekanntgegeben: Demnach konnte jetzt ein Wolf für ein totes Schaf am 17. Mai auf einer Weide bei Lohmar im Rhein-Sieg-Kreis verantwortlich gemacht werden. Auch weitere Nachweise in der Nähe am 20. Mai und 1. Juni konnten dem Tier zugeordnet werden.

Bei dem Tier handele es sich um eine Wölfin mit der Kennung GW4631f aus dem Rudel Neustadt am Rennsteig in Thüringen. In ihrem Herkunftsterritorium wurde die Wölfin zuletzt am 8. März nachgewiesen. Ob sich das Tier im Großraum Köln niedergelassen hat oder weitergezogen ist, ist aktuell nicht bekannt.

Samstag, 13. September: Um seine Schafe zu Schützen, hat Martin Tiemann aus Keeken einen hohen Elektro-Schutzzaun aufgestellt. Der habe seine Tiere bisher gut vor dem Wolf geschützt. Doch es gibt trotzdem Probleme. Johannes Kruck hat darüber mit dem Schäfer gesprochen.

Montag, 8. September: Fast 4 Wochen ist es jetzt her, dass das Fördergebiet auf die ganze Landesfläche ausgeweitet wurde. Das hat sich bei der Landwirtschaftskammer NRW bereits deutlich bemerkbar gemacht. Die Anfragen für Wolfsberatungen seien enorm angestiegen und kämen aus ganz NRW. Doch wie kommt man überhaupt an eine Förderung? Was lässt sich überhaupt fördern und was nicht? Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir zusammengetragen.

Donnerstag, 21. August: War es ein Wolf? Oder doch eher ein Fuchs... oder vielleicht sogar ein Hund? Bei Rissen lässt sich das oft schnell an der Wunde des Tieres erkennen. Denn die Jäger gehen in der Regel unterschiedlich vor. Woran sich diese Unterschiede erkennen lassen, hat Denise Ludwig recherchiert.

Mittwoch, 13. August: Schäfer, die Geld für den Herdenschutz brauchen, können das jetzt in ganz NRW beantragen. Ein entsprechender Runderlass des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr greift ab heute. Bereits Anfang des Monats hatte Landesumweltminister Oliver Krischer im NRZ-Interview angekündigt, ganz NRW zum Wolfsgebiet zu machen und somit die Förderkulisse für den Herdenschutz auf die gesamte Landesfläche auszuweiten.

Montag, 11. August: Noch immer ist es ruhig um Wölfin Gloria und ihr Rudel, auch in dem Wolfsgebiet in Schermbeck wurden seit Monaten kaum verwertbaren Wolfsspuren mehr gefunden. Wolfsexperte Jos de Bruin ist sich dennoch sicher, dass hier ein sesshaftes Jungtier lebt, er habe es sogar mit einer Wildkamera gefilmt. Rita Meesters kennt die Hintergründe.

Freitag, 1. August: Anwohner in Utrecht sind schockiert: Beim Spielen soll ein sechsjähriger Junge im Wald von einem Wolf angegriffen worden sein. Das Tier habe den Jungen mit den Zähnen gepackt und versucht, ihn wegzuschleifen. Wie der Vorfall ausging und was die Anwohner jetzt fordern, lesen Sie hier.

Wie viele Wölfe leben in NRW?

Montag, 28. Juli: Wie steht es um die Wolfspopulation in NRW? Werden es immer weniger Wölfe oder wächst die Population? Und wo jagen sie am meisten? Die fertige Auswertung des Landesamts für Natur, Umwelt und Klima (Lanuk) wird erst für kommenden Herbst erwartet. Doch Anja Hasenjürgen hat trotzdem schon mal nachgefragt, mit welcher Entwicklung das Lanuk rechnet.

Donnerstag, 24. Juli: Ein toter Wolf wurde am Montag an einer Landstraße bei Ede in der niederländischen Provinz Gelderland gefunden. Vermutlich wurde das Tier angefahren. Die Einzelheiten gibt es hier.

Montag, 21. Juli: Es ist das erste Lebenszeichen eines Wolfs am Niederrhein seit etwa acht Monaten: In Hünxe hat eine Wildkamera kürzlich einen Wolf festgehalten. Könnte es sich dabei um Wölfin Gloria handeln? Anja Hasenjürgen kennt die Hintergründe.

Donnerstag, 10. Juli: Mehr finanzielle Unterstützung hat die SPD in einem Antrag gefordert, über den am Donnerstagabend in der Plenarsitzung des Landtags abgestimmt wurde. Präventionsmaßnahmen sollen bereits gefördert werden, bevor der Wolf in das entsprechende Gebiet zurückkehrt. Außerdem sollen hauptamtliche Wolfsberater beschäftigt werden, die die Zusammenarbeit zwischen Veterinären und Landwirtschaftskammer optimieren, schreibt die Partei in ihrem Antrag.

Nach einer Anhörung im vergangenen März hat der Innenausschuss jedoch die anderen Parteien bereits dazu aufgerufen, gegen den Antrag zu stimmen. Das zeigte Wirkung: Der SPD-Antrag wurde am Donnerstagabend abgelehnt. Es brauche ein wirksames „Wirksames Wolfsmanagement statt Symbolpolitik“, schreibt die FDP, die den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen will.

Über 45.000 Euro Entschädigung für Wolfsangriffe

Mittwoch, 9. Juli: Bei 80 Übergriffen von Wölfen auf Nutztiere musste das Land NRW im vergangenen Jahr Schadenausgleich zahlen. Wie das Lanuk mitteilt, wurden dafür insgesamt 45.839 Euro fällig. 2023 war diese Summe noch deutlich niedriger: damals waren es 25.752 Euro nach 55 Wolfsangriffen.

Für Präventionsmaßnahmen habe das Land im vergangenen Jahr in 180 Fällen insgesamt 812.427 Euro gezahlt, im Vorjahr waren es 569.534 Euro.

Freitag, 20. Juni: Rund zwei Wochen nachdem eine Schafherde in Unna ausgebrochen ist, ist am Freitag auch eine Schafherde in Hamm ausgebrochen. Ein Lamm wurde tot aufgefunden. Es besteht der Verdacht, das ein Wolf den Grundschutz durchbrochen und das Tier angegriffen hat. Eine Bestätigung für diesen Verdacht gibt es noch nicht.

Freitag, 20. Juni: Wo leben Wölfe in NRW und wo haben sich Rudel niedergelassen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich vor allem das Lanuk. Und um diese Fragen so gut wie möglich beantworten zu können, untersucht das Landesamt nicht nur Nutztierrisse, sondern auch mutmaßliche Wolfssichtungen von Privatpersonen. Und dafür gibt es jetzt ein neues Online-Meldesystem. Wie das funktioniert und wo es zu finden ist, lesen Sie hier.

Donnerstag, 19. Juni: Auch die Landespolitik beschäftigt sich weiterhin mit dem Wolf. Künftig soll es schließlich eine bessere Unterstützung für Weidetierhalter geben. Bisher Geld für Herdenschutzzäune oder Hütehunde nur in bestimmten Wolfsgebieten – doch das soll sich nun ändern, berichtet Denise Ludwig.

Wolf in Oberhausen gesichtet

Montag, 16. Juni: Nachdem es in den vergangenen Wochen sehr still um den Wolf in NRW war, soll jetzt wieder ein Tier gesichtet worden sein: diesmal in Oberhausen. In einer Facebook-Gruppe ist ein Video aufgetaucht, dass einen Wolf zeigen soll, der durch Oberhausen-Königshardt läuft. Denise Ludwig kennt die Hintergründe.

Montag, 9. Juni: Am Wochenende sind Videos im Netz kursiert, die in Bocholt entstanden und einen Wolf zeigen sollen. Auf einem der Videos ist zu sehen, wie ein wolfsähnliches Tier nachts durch den Industriepark Bocholt läuft. Woher die Videos stammen und ob sie bereits als Wolfsnachweis bestätigt wurden, weiß Anja Hasenjürgen.

Samstag, 7. Juni: In Unna ist in der Nacht eine Schafherde ausgebrochen. Während die meisten Schafe unversehrt wieder eingefangen werden konnten, wurden zwei Lämmer und ein Schaf tot aufgefunden, ein weiteres Lamm starb später aufgrund von Verletzungen. Der Schäfer ist sich sicher, dass ein Wolf die Herde angegriffen habe und diese daraufhin geflüchtet sein. Bestätigt ist das allerdings noch nicht.

Bald mehr Abschüsse? Schutzstatus wird gesenkt

Donnerstag, 5. Juni: Lang wurde diskutiert, jetzt haben die EU-Mitgliedsstaaten eine Gesetzesänderung gebilligt, die den Abschuss von Wölfen erleichtert. Der Schutzstatus des Wolfes wird damit von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabgesenkt. „Der neue Status gibt den Mitgliedstaaten mehr Flexibilität beim Management der Wolfspopulationen“, heißt es in einer Mitteilung der EU-Staaten. „Die Mitgliedstaaten müssen jedoch weiterhin den günstigen Erhaltungszustand des Wolfes sicherstellen und können den Wolf in ihren nationalen Rechtsvorschriften weiterhin als streng geschützte Art aufführen.“

Durch die Anpassung in der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) kann Deutschland den Abschuss von Wölfen unter bestimmten Umständen erleichtern. „Entsprechend dem Koalitionsvertrag prüft die Bundesregierung derzeit, wie der Vorschlag der EU-Kommission zur Herabstufung des Schutzstatus des Wolfes in nationales Recht umgesetzt werden kann“, so eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums. Wann die Gesetzesänderungen in Deutschland genau kommen, ließ das zuständige Ministerium offen. (dpa)

Dienstag, 3. Juni: Seit über einem halben Jahr wurden im Wolfsgebiet Schermbeck keine Nachweise mehr verzeichnet. Experten sind sich uneinig, ob hier tatsächlich noch das Rudel um Wölfin Gloria leben könnte. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima versichert trotzdem: Das Wolfsgebiet Schermbeck bleibt bestehen – auch ohne Rudel. Die Hintergründe kennt Anja Hasenjürgen.

Dienstag, 27. Mai: Auch Kühe sind am Niederrhein schon von Wölfen angegriffen worden. Doch in den Niederlanden haben zwei Kühe jetzt den Spieß umgedreht und das Raubtier verjagt, nachdem es sich ihnen genähert hatte. Aufnahmen einer Nachtkamera zeigen das Spektakel. Das Video sowie die Hintergründe gibt es hier.

Mittwoch, 21. Mai: Eigentlich dachte Pamela Haas, in ihrem Garten am frühen Mittwochmorgen (21. Mai) ihren Hund Bruno herumschleichen zu sehen. Dann der Schreck: In ihrem Garten in der Gemeinde Much in Rhein-Sieg-Kreis soll sich ein Wolf aufgehalten haben. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet von der mutmaßlichen Sichtung.

Das Raubtier soll seinen Kopf gehoben, Hass angeschaut haben und dann einen Schritt auf sie zugegangen sein. Daraufhin habe die Anwohnerin laut mit den Händen geklatscht und laut gerufen. „Der blieb daraufhin stehen und überlegte kurz“, so Haas im Gespräch mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. „Dann drehte er sich um und lief über das benachbarte Grundstück weg.“ Angst soll das Tier nicht gezeigt haben. Eher soll der mutmaßliche Wolf überfordert gewesen sein, einem Menschen zu begegnen. Haas habe ihre Sichtung sofort per Mail dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW gemeldet.

Wolf gesichtet bei der Gartenarbeit?

Sonntag, 18. Mai: Es war zunächst ein Tag wie jeder andere für Dieter Derksen. Der Emmericher ist vor seinem Haus mit der Gartenarbeit beschäftigt. Doch plötzlich soll er einem Wolf direkt in die Augen geblickt haben. Nur ein Gartentor habe ihn von dem großen Vierbeiner getrennt, den er zunächst für einen Hund gehalten habe. Johannes Kruck hat mit ihm über sein spektakuläres Erlebnis gesprochen.

Samstag, 17. Mai: Obwohl man „alles getan“ habe, um den niederländischen Nationalpark Hoge Veluwe Wölfe frei von Wölfen zu halten, hat sich das Raubtier hier vor wenigen Jahren angesiedelt. Erst waren es zwei Wölfe, später sieben, inzwischen schätzungsweise 15 bis 20. In dem Nationalpark gibt es sogar feste Aussichtspunkte, an denen man eine Chance hat, einen Wolf zu Gesicht zu bekommen. Johannes Kruck hat den Nationalpark besucht – und eine überraschende Entdeckung gemacht.

Mittwoch, 14. Mai: Auch wenn es dort eher selten ist, werden am linken Niederrhein immer wieder Wölfe gesichtet. Wovor die Landwirte Angst haben und warum sie einen leichteren Abschuss der Wölfe fordern, hat Patrick Schuh mit dem Vorsitzenden der Kreisbauernschaft Wesel besprochen.

Montag, 13. Mai: Es wäre der erste Wolfsnachweis im Kreis Olpe seit der Ausrottung im 19. Jahrhundert. Im Netz ist ein 24-sekündiges Video aufgetaucht, dass einen Wolf im Wendener Land zeigen soll. Das Video wurde aus einem Auto heraus aufgenommen: Das Tier trottet zunächst langsam über eine Wiese und läuft in gemächlichem Tempo davon, nachdem er feststellt, dass er beobachtet wird.

Donnerstag, 8. Mai: Die Abstimmung ist durch: Eine Mehrheit im EU-Parlament hat heute im Eilverfahren in Straßburg dafür gestimmt, den Schutzstatus des Wolfes von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabzusenken. Dadurch sollen Wölfe in der EU künftig leichter abgeschossen werden können. Die EU-Mitgliedsstaaten müssen diese Entscheidung jetzt noch annehmen, das gilt jedoch als wahrscheinlich.

Damit sich in Deutschland etwas ändert, muss zuerst noch das nationale Recht geändert werden. Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung steht aber bereits, dass man die Entscheidung auf EU-Ebene unverzüglich in deutsches Recht übernehmen wolle, um das Tier ins Jagdrecht aufnehmen zu können.

Wolf in der Niederlande zum Abschuss freigegeben

Mittwoch, 7. Mai: In der Niederlande ist jetzt ein Wolf zum Abschuss freigegeben worden. Bei dem Tier handelt es sich um den Wolf, der Mitte April eine Joggerin ins Bein gebissen hatte. Doch das sei nicht der einzige Vorfall gewesen sein. Jonas Erlenkämper kennt die Details.

Mittwoch, 7. Mai: Wölfe und Hunde können sich paaren. Für den Erhalt der Art ist das nicht wünschenswert. Eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion an das Senckenberg Zentrum für Wildgenetik, das bundesweit alle für das Wolfsmonitoring gesammelten Haar-, Kot- und Speichelproben untersucht, sollte jetzt klären, ob das in NRW schon mal passiert ist. Doch die Untersuchungen hätten gezeigt: Es haben „keine Hybridisierung des Wolfes mit Haushunden stattgefunden“.

Den einzigen Nachweis eines Wolfshybriden habe es in NRW bislang 2020 in der Eifel bei Monschau gegeben. Das eingefangene Tier sei aber mit einem Chip markiert gewesen und stamme eindeutig aus menschlicher Obhut. „Offensichtlich wurde das Tier bewusst und für den Verkauf gezüchtet“, berichtete das Ministerium. dpa

Freitag, 2. Mai: Nachdem es viele Tage ruhig war, hat ein Mann am Flugplatz in Königswinter-Eudenbach einen mutmaßlichen Wolf entdeckt. Ein Video, das über Instagram verbreitet wurde, zeigt ein Tier, das den Wegesrand entlang läuft und sich umschaut. Nach kurzer Zeit schlendert der entspannt wirkende Vierbeiner davon.

Wie viele Wolfsrudel leben in NRW?

Mittwoch, 30. April: Am Niederrhein ist es um den Wolf wieder etwas ruhiger geworden – Die letzte Sichtung vom Gloria liegt schon viele Monate zurück. Doch wie viele Rudel leben eigentlich in NRW? Und wie steht es inzwischen um die Herabsenkung des Schutzstatus‘ des Wolfes. Denise Ludwig ist diesen Fragen auf den Grund gegangen.

Mittwoch, 23. April: Auch im Sauerland sind Wölfe kein Einzelfall mehr. Innerhalb eines halben Jahres soll Schäfer Thorsten Buschmann elf Schafe bei zwei Wolfsangriffen verloren haben. Das sollte eine Warnung an die Politik sein, findet er. Jan Reinold hat mit dem 56-Jährigen gesprochen.

Wolf auf niederländischer Autobahn angefahren

Dienstag, 22. April: Ein Wolf ist am Dienstagmorgen auf der niederländischen A48 etwa zehn Kilometer südlich die Stadt Groningen angefahren worden. Das Tier hatte wohl versucht, die Fahrbahn zu überqueren und ist dabei von einem Auto erfasst worden. Die Autobahn wurde gesperrt. Der schwer verletzte Wolf musste noch vor Ort eingeschläfert werden. Mehr über den außergewöhnlichen Wildunfall lesen Sie hier.

Montag, 14. April: Ein Wolf soll einer Läuferin im niederländischen Nationalpark Hoge Veluwe zweimal ins Bein gebissen haben, wie die Provinz Gelderland mitteilte. Die Frau war am Sonntag (13. April) auf dem Trampelpfad im Park, der nördlich von Arnheim etwa 45 Autominuten von Emmerich entfernt liegt, unterwegs, als sie angegriffen wurde. Die Ergebnisse der DNA-Probe, die feststellen soll, ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelte, liegen am Montag (14. April) noch nicht vor. Weitere Informationen zu dem Vorfall lesen Sie hier.

Wolf soll ins Jagdrecht aufgenommen werden

Freitag, 11. April: Auch auf Bundesebene ist der Wolf Thema: Um Weidetiere zu schützen, dringt der Bundesrat darauf, den Abschuss von Wölfen rasch zu erleichtern. Auch die wohl künftige Koalition hat sich positioniert und will laut Koalitionsvertrag den strengen Schutz lockern. Der Wolf soll also ins Jagdrecht kommen. Die EU-Kommission hat ein Verfahren angestoßen, um den Mitgliedsstaaten ein härteres Vorgehen gehen das Wildtier zu ermöglichen.

Der Schutzstatus soll dafür von „streng geschützt“ auf „geschützt“ gesenkt werden. Ein entsprechendes Votum der EU-Staaten war dem vorausgegangen, auch mit der Stimme Deutschlands. Union und SPD hatten in ihrem neuen Koalitionsvertrag bereits angekündigt, den Vorschlag der EU-Kommission zur Herabstufung des Schutzstatus unverzüglich in nationales Recht umsetzen zu wollen. Unions-Umweltexpertin Anja Weisgerber (CSU) dazu: „Wir müssen den Wolf auch in Deutschland bejagen, damit wir die Bestände gezielt klein halten.“ Weitere Infos lesen Sie hier. (mit dpa)

Mittwoch, 2. April: Wölfin Gloria, die sich lange Zeit mit ihrem Rudel im Kreis Wesel niedergelassen hatte, ist noch immer verschwunden. Der letzte Sichtnachweis stammt von Ende November vergangenen Jahres. Bei einer geheimen Suchaktion wollten die Luchs- und Wolfsexperten des Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (Lanuv), Antworten über den Verbleib von Gloria und ihrem Rudel finden. In fünf Gruppen haben die Experten das Territorium des Rudels durchkämmt. Über die Erkenntnisse berichtet Denise Ludwig.

Sichtungen in Mülheim, Dortmund und Sundern

Freitag, 28. März: Nun soll sich ein Wolf auch nach Mülheim verirrt haben. Eine Spaziergängerin fotografierte das wolfsähnliche Tier im Morgengrauen, als es durch ein Wohngebiet lief. Ganz unwahrscheinlich sei es laut Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz (Lanuv) nicht, dass Mülheim mittlerweile auf der Route des Wolfes liegen könnte. Was die Experten noch zu der Sichtung sagen, lesen Sie hier.

Mittwoch, 26. März: Die nächste mutmaßliche Wolfsichtung: Im Dortmunder Süden – im Bereich Dortmund-Loh/Wellinghofen/Niederhofener Wald – wurde jetzt ein Tier gesichtet, bei dem es sich um einen Wolf handeln könnte. Aus dem Auto heraus hat eine Person gefilmt, wie das Tier eine Straße überquert und schließlich über ein Feld verschwindet, als es das heranfahrende Auto bemerkt.

Montag, 24. März: Zum ersten Mal wurde jetzt auch ein mutmaßlicher Wolf in einem Wohngebiet in Sundern gesichtet. Das Tier wurde dabei gefilmt, wie es eine Straße in der Kleinstadt im Sauerland überquert und zwischen Wohnhäuser herläuft. Warum sich Landwirte und Jäger jetzt große Sorgen machen, hat Eric Claßen herausgefunden.

Montag, 24. März: Rund um die Wölfe im Wolfsgebiet Schermbeck gibt es viele offene Fragen – zu viele offene Fragen. Mit einer großangelegten Suchaktion will das Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz (Lanuv) jetzt vor Ort das „aktive Monitoring“ einleiten. Wie die Experten bei der Suche vorgehen, weiß Anja Hasenjürgen.

Freitag, 21. März: Zurzeit vergeht kaum ein Tag am linken Niederrhein, ohne dass neue Bilder, Videos oder Berichte von mutmaßlichen Wolfsichtungen auftauchen. Facebook-Nutzer berichten unter anderem von einer Sichtung in Xanten, Menschen in Kalkar wollen ebenfalls einen Wolf gesehen haben. Wieso häufen sich die mutmaßlichen Sichtungen derzeit? Und wie glaubwürdig sind Videos von Wolfsichtungen, die in den sozialen Medien kursieren? Darüber hat Patrick Schuh mit dem Lanuv gesprochen.

Wolf läuft durch Düsseldorf?

Donnerstag, 20. März: Jetzt wollen auch Menschen in Düsseldorf einen Wolf gesehen haben. Ein entsprechendes Video liegt der Stadt sowie dem Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Lanuv) vor. Auf dem Videomaterial, das zuvor der Rheinischen Post zugespielt wurde, zeigt sich ein wolfsähnliches Tier, das am Unterbacher See zwischen Düsseldorf und Erkrath entlang läuft. Ob es sich dabei tatsächlich um einen Wolf handelt, werde nun geprüft, heißt es vom Landesamt. Christopher Damm kennt die Hintergründe.

Donnerstag, 20. März: Der nächste Wolf im Wohngebiet? In Bottrop hat ein Beifahrer aus dem Auto heraus ein Video aufgenommen, das einen mutmaßlichen Wolf zeigt, der über den Gehweg eines Wohngebiets läuft. Die Aufnahmen, die auf dem Instagram-Account „dein.bottrop“ hochgeladen wurden, sollen in der vergangenen Nacht in Bottrop-Batenbrock entstanden sein. Wie die Polizei bestätigt, hat es zwischen 1 und 2 Uhr tatsächlich einen Einsatz wegen einer Wolfssichtung gegeben. Vor Ort konnten die Beamten jedoch kein Tier finden.

Dienstag, 18. März: Kaum werden Vermutungen laut, dass es Wölfin Gloria nicht mehr geben könnte, schon taucht ein Foto auf der Facebookseite der Wolfskarte Gahlen auf, das von einer Wildtierkamera im Hünxer Wald aufgenommen sein sollte. Was hat es damit auf sich? Könnte die Aufnahme tatsächlich Gloria zeigen? Anja Hasenjürgen ist diesen Fragen nachgegangen.

Mehrere Wölfe im Kreis Wesel verschwunden

Montag, 17. März: Das Lanuv ist für das Monitoring der Wölfe in NRW verantwortlich. Trotzdem fehlt von mindestens acht Wölfen im Kreis Wesel jede Spur. Bei mehreren Tieren handelt es sich auch um Nachkommen der Wölfin Gloria. Die Hintergründe hat Anja Hasenjürgen recherchiert.

Apropos Gloria: Auch sie wurde schon einige Monate nicht mehr zweifelsfrei nachgewiesen. Was dafür spricht, dass der Wölfin etwas zugestoßen ist, lesen Sie hier.

Montag, 10. März: Der nächste Wolf im Wohngebiet: Am Sonntag wollen mehrere Personen im Kaarster Ortsteil Vorst einen Wolf gesehen haben. Fotos und Videos der Begegnungen wurden noch am Abend über Facebook geteilt. In dem Video eines Users, das ebenfalls in Kaarst entstanden sein soll, ist zu sehen, wie sich der mutmaßliche Wolf einem Mann und zwei Frauen auf einer Straße auf nur wenige Meter annähert. Zunächst dreht das Tier kurz um, kommt dann aber langsam zurück und geht schließlich schnell an den Menschen vorbei.

Freitag, 7. März: Sämtliche Nutztierrisse, ob durch Wölfe oder nicht, werden vom Lanuv in einer online einsehbaren Liste dokumentiert. Jetzt sind plötzlich Datensätze verschwunden. Schafhalter sprechen von Vertuschung. Was dahinter steckt, hat Anja Hasenjürgen herausgefunden.

Weniger Schutz für den Wolf – und jetzt?

Freitag, 7. März: Seit dem 7. März gilt der Wolf nach EU-Recht nicht mehr als streng geschützt. Sein Schutzstatus wurde herabgesenkt. Jäger dürfen das Tier aber trotzdem nicht einfach jagen. Warum das so ist und warum es noch lange dauern könnte, bis in NRW tatsächlich Veränderungen spürbar sind, lesen Sie hier.

Donnerstag, 20. Februar: 274 Wolfsnachweise hat das Lanuv seit 2016 im Kreis Wesel registriert – doch nur zwei davon beziehen sich auf das linksrheinische Kreisgebiet. Warum am linken Niederrhein so selten Wölfe gesichtet werden, hat Patrick Schuh recherchiert.

Montag, 17. Februar: Ein großer Schreck für eine Familie aus Mönchengladbach-Odenkirchen: Während die Familie Zuhause war, ist ein Wolf über die Terrasse ihres Wohnhauses gelaufen und ist dabei sogar mit gefletschten Zähnen an die Glasscheibe der Terrassentür gestoßen. Ein Mann hat den Vorfall von innen auf Video festgehalten. Das Video und eine Einordnung von Experten, finden Sie hier.

Dienstag, 11. Februar: Einige Menschen wollen am Montag einen Wolf gesehen haben. Bei der Polizei gingen gleich mehrere Meldungen aus Mönchengladbach-Odenkirchen und Jüchen ein. Eine Augenzeugin hatte einen vermeintlich Wolf an einer Pferdekoppel gesehen und ein Video aufgenommen.

Bei dem Tier könne es sich um einen jungen Rüden handeln, der gerade auf der Durchreise ist. Dabei würden männliche Wölfe manchmal große Strecken zurücklegen, sagte Jäger Dirk Decker dem WDR. Er gehe aber nicht davon aus, dass das Tier hier so nah an den Städten ein neues Revier gefunden habe. Die Sichtung sei also kein Grund zur Beunruhigung. Ob es sich bei dem Tier aber tatsächlich um einen Wolf handelt, ist noch nicht geklärt.

Dienstag, 4. Februar: Wenig gehört hat man in den vergangenen Monaten von der Wölfin GW954f, besser bekannt als Gloria. Der letzte Riss, der ihr nachgewiesen werden konnte, stammt vom 5. November vergangenen Jahres. Seitdem ist es ruhig. Sogar noch länger verschwunden ist Glorias Partner GW3616m. Warum das für das Lanuv dennoch kein Grund zur Sorge ist, weiß Anja Hasenjürgen.

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Wölfe in Dinslaken? Huskys sorgen für nervöse Eltern

Dienstag, 28. Januar: „Bitte passt auf euch auf“. Diese Nachricht verbreiteten Eltern aus Dinslaken am Dienstagmorgen über WhatsApp – in dem Glauben, es wurden zwei Wölfe in einem Wohngebiet gesichtet. Die Polizei konnte den Sachverhalt aber dann aufklären: Es waren nur zwei Huskys, die von Zuhause ausgebüxt waren, wie Anja Hasenjürgen berichtet.

Offenbar haben Anwohner die beiden Vierbeiner aufgrund ihres Aussehens für Wölfe gehalten. Laut Nabu kann auch der Tschechoslowakischer Wolfhund, der Saarlooswolfhund, der Tamaskane, der Alaskan Malamutes und der Deutscher Schäferhund mit dem Wolf verwechselt werden. Vor allem die Schwanzhaltung unterscheide aber Hunde und Wölfe. „Wölfe tragen ihren Schwanz fast immer gerade herunterhängend, während bei Hunden sehr oft der gehobene oder gar sichelartig gebogene Schwanz zu sehen ist“, so der Nabu. Für das geübte Auge könne auch ein Blick auf das Gesicht des Tieres und die Proportion der Ohren hilfreich sein.

Donnerstag, 9. Januar: Am vergangenen Wochenende soll im Kreis Gütersloh mehrfach ein Wolf gesichtet worden sein. Wie „Radio Bielefeld“ berichtet, sollen Zeugen das Tier im Bereich Steinhagen, Brockhagen, Harsewinkel gesehen haben. Dass sich der Wolf hier ansiedelt, gilt als unwahrscheinlich, das Tier sei laut Experten eher auf der Durchreise.

So viele Wolfsangriffe wurden 2024 registriert

Donnerstag, 2. Januar: Wölfe in NRW haben im Jahr 2024 erheblich mehr Nutztiere als in den Vorjahren gerissen. Das geht aus veröffentlichten Zahlen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) hervor. Demnach sind bis Mitte Dezember insgesamt 84 Angriffe registriert worden, bei denen 273 Nutztiere getötet oder verletzt wurden. 67 Fälle sind bereits eindeutig den Wölfen zugeordnet worden, 17 weitere werden nach Angaben des Lanuv noch untersucht. Zum Vergleich: 2023, also ein Jahr zuvor, hat es 53 bestätigte Wolfsangriffe gegeben, 2022 waren es 49 und 2021 nur 47.

Klar ist auch: Die dauerhaft in NRW lebende Wolfspopulation ist weiter gewachsen. Aktuell gibt es vier Rudel, wobei ein Rudel immer aus Elterntieren und nachgewiesenen Welpen besteht. Eines der vier Rudel ist im Jahr 2024 neu aus Belgien eingewandert und hat im Nationalpark Eifel im August sieben Welpen bekommen. Auch die Rudel im Ebbegebirge im Märkischen Kreis, in Schermbeck im Kreis Wesel und im Rhein-Sieg-Kreis an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz verzeichneten im vergangenen Jahr teils kräftigen Nachwuchs.

Wölfe in NRW: Landwirte beklagen auch Attacken auf Rinder

Besonders besorgniserregend sei, dass Wölfe zunehmend auch größere Nutztiere wie Rinder angriffen. Zudem steige auch in Kreisen, die bislang weniger betroffen waren, die Zahl der Risse erkennbar an. Nach Ansicht der Verbände ist der günstige Erhaltungszustand der Wölfe längst erreicht. Damit gebe es die Grundlage für ein aktives Bestandsmanagement, einschließlich der Entnahme einzelner Tiere.

Das Umweltministerium zeigte sich wenig überrascht über das Wachstum der Wolfspopulation, die Entwicklung war prognostiziert worden. Zum deutlichen Anstieg der Risszahlen äußerte sich das Ministerium nicht, betonte jedoch, im kommenden Jahr werde man Herdenschutzmaßnahmen nicht nur in Teilen des Landes, sondern in ganz NRW fördern. Zudem verwies eine Sprecherin auf eine Studie des Bundesamts für Naturschutz, die zeige, „dass größere Teile von NRW für eine dauerhafte Ansiedlung von Wölfen nicht geeignet sind“. (dpa)

Montag, 30. Dezember: Das Landesumweltamt hat in der Region Aachen und dem Kreis Düren ein neues Wolfsgebiet nachgewiesen. In dem Gebiet „Rureifel“ habe sich ein Wolfsweibchen 2024 für mindestens sechs Monate aufgehalten, wie das Lanuv mitteilte. Damit gilt es als sesshaft. Nach aktuellen Erkenntnissen stamme das 2023 geborene Tier aus einem Nachbar-Wolfsrudel in Belgien.

Europarat stimmt für Absenkung des Schutzstatus des Wolfes

Montag, 3. Dezember: Der Europarat hat am Montag dafür gestimmt, den Schutzstatus des Wolfes herabzusenken. Künftig gelten die Tiere dann nicht mehr als „streng geschützt“, sondern nur noch als „geschützt“. Einen entsprechenden Antrag hatten die EU-Staaten nach langer Diskussion im September vorgelegt.

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums könnte durch die Absenkung bald ein sogenanntes Bestandsmanagement und die Jagd auf problematische Wölfe einfacher möglich sein. Doch bevor der neue Schutzstatus in Deutschland gelten kann, ist es noch ein weiter Weg: Die Änderung tritt erst drei Monate nach ihrer Annahme in Kraft, sofern nicht ein Drittel der Mitgliedsländer der Berner Konvention Einspruch erhebt. Anschließend kann die EU-Kommission einen Vorschlag zur Änderung des Schutzstatus des Wolfs im EU-Recht vorlegen. Dieser Vorschlag braucht nochmals eine Mehrheit unter den EU-Staaten und eine Mehrheit im Europaparlament. Änderungen an dem Vorhaben sind noch möglich. (mit dpa/AFP)

Dienstag, 26. November: Auf der Video-Plattform YouTube ist ein Video aufgetaucht, das ein schwer verletztes Tier humpelnd auf einer Weide zwischen Schermbeck und Erle zeigt. Dem Tier, das dort am Donnerstag, 21. November, gegen 10.30 Uhr gesichtet wurde, fehlt der rechte Vorderlauf. Ob es sich dabei um einen Wolf handelt, werde zurzeit noch geprüft, versichert Wilhelm Deitermann, Pressesprecher des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv).

Darf der Mensch hier eingreifen, um das Tier von seinen Schmerzen zu erlösen? „Sollte der Mensch für das Leid eines wilden Tieres verantwortlich sein, gibt es die moralische und ethische Pflicht, diesem Tier Hilfe zu leisten“, erklärt der Sprecher. Wölfe stehen allerdings unter besonderem Artenschutz, weshalb eine eindeutige Entscheidung hier schwierig sei.

Montag, 25. November: Nach einem fehlgeschlagenen Versuch im Jahr 2021 hat die SPD im Kreis Wesel erneut versucht, den Weg für ein regionales Herdenschutzzentrum freizumachen. Dieses solle im Falle eines Wolfsrisses die verletzten Tiere versorgen, Schäden dokumentieren und Weidetierhalter beraten. Auch soll ein Herdenschutzzentrum zwischen Lanuv und Tierhaltern vermitteln, um die Verfahren zu beschleunigen.

Die Mehrheit des Umweltausschusses konnten die Sozialdemokraten jedoch nicht überzeugen. Die Zuständigkeit liege beim Land NRW und der Landwirtschaftskammer, außerdem verfüge der Kreis Wesel nicht über die nötigen Mittel, kritisiert Helga Franzkowiak, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreis Wesel.

Wird bald ganz NRW zum Wolfsgebiet?

Donnerstag, 14. November: Um die Förderkulisse für Herdenschutzmaßnahmen zu vergrößern und Weitertierhalter besser unterstützen zu können, wollen CDU und Grüne das Wolfsgebiet auf ganz NRW ausweiten. Einen entsprechenden Antrag stellten die Parteien Mitte November im Landtag vor.

Die Landesregierung wird in dem Antrag aufgefordert, laufende Kosten, die Tierhaltern im Zusammenhang mit dem Wolfsschutz entstehen, verstärkt in die Förderung der Herdenschutzmaßnahmen aufzunehmen. Ferner sollen Rissbegutachtungen künftig innerhalb von zwölf Stunden nach Meldung eines Vorfalls erfolgen und die Daten genauer eingepflegt werden. Ob es auch Entschädigungen bei Rissen von Mutterkühen, Rindern und Pferden geben kann, soll laut Antrag von der Landesregierung geprüft werden. Die CDU plädierte außerdem dafür, die Herabsenkung des Wolfsschutzes weiter voranzutreiben.

Von der Opposition kamen gemischte Reaktionen. Herdenschutzzäune würde nicht immer ausreichen, bemängelt FDP-Politiker Dietmar Brockes. Im Kreis Wesel hat sich bereits gezeigt, dass Wölfin Gloria über die Herdenschutzzäune springen kann. Vor einigen Wochen wurde das in Schermbeck sogar auf Video festgehalten. Der Umweltausschuss soll voraussichtlich im März 2025 über den Antrag entscheiden.

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Sonntag, 3. November 2024: Die Wildkamera eines Bauern in Bedburg-Hau hat am 3. und 4. November ein wolfsähnliches Tier aufgenommen und damit für viel Aufsehen gesorgt. Während Weidetierhalter um ihre Tiere fürchteten, fragte die NRZ das Landesumweltamt nach einer Einschätzung, doch das gab erstmal Entwarnung: „Bei dem zur Verfügung gestellten Bild wird nach erster Einschätzung unserer Fachleute ein Wolf als sehr unwahrscheinlich angesehen“.

Verdacht auf Wolf
Dieses Foto aus einer Wildkamera zeigt ein Tier auf einem Luderplatz in Bedburg-Hau am Rand vom Reichswald. Ist darauf ein Wolf zu sehen?© MH