Nach dem 8:0-Erfolg im Saisonfinale gegen Vorwärts Spoho Köln hatten Geschäftsführerin Svenja Schlenker und Coach Markus Högner bereits angekündigt, dass sich Borussia Dortmund für die kommende Spielzeit weiter verstärken will: Neben den bereits bekannten Verpflichtungen von Alexandra Popp, Ricarda Walkling und Ramona Maier, arbeite man noch an zwei bis drei weiteren Neuzugängen. An Fronleichnam präsentierte der BVB nun einen davon: Abwehrspielerin Lara Schmidt kommt ablösefrei von Bundesligist SV Werder Bremen und unterschreibt in Dortmund einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029.
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Lara Schmidt soll BVB-Defensive verstärken
„Ich verfolge Lara bereits seit einigen Jahren. Sie verfügt über eine gute Spieleröffnung, ist dank ihrer Körpergröße sehr kopfballstark und bietet dadurch noch eine Alternative gegen tiefstehende Gegner“, freute sich Högner und ergänzte: „Lara ist eine absolute Teamplayerin und auch mit ihrem Charakter eine wertvolle Verstärkung. Wir freuen uns sehr, dass sie sich für den BVB entschieden hat.“ Seit 2024 spielte Schmidt in Bremen, kam in der abgelaufenen Spielzeit allerdings nur sieben Mal für den SVW in der Bundesliga zum Einsatz.

„Die Gespräche mit dem BVB waren sehr überzeugend. Der Weg, den der Verein im Frauenfußball gehen möchte, passt genau zu meiner Situation und dem, was ich aktuell suche“, erklärte die 25-Jährige ihren Wechsel. Nach 66 Einsätzen in der Bundesliga und 45 im Unterhaus geht Schmidt nun also in die Regionalliga, wo sie in ihrer Zeit bei Turbine Potsdam (2019 bis 2022) bereits siebenmal für die Zweitvertretung spielte. Mit ihrer Erst- und Zweitliga-Erfahrung soll sie der schwarz-gelben Defensive künftig zusätzliche Stabilität und Präsenz verleihen.
„Ich bin nicht hierhergekommen, um Regionalliga zu spielen – jedenfalls nicht dauerhaft“, stellte Schmidt ambitioniert klar. „Kurzfristig möchte ich erstmal gut ankommen, mich integrieren und meinen Platz in der Mannschaft finden. Aber in der ersten Saison geht es schon darum, erfolgreichen Fußball zu spielen – dazu gehört für mich auch der Aufstieg und die Chance, in der nächsthöheren Liga anzugreifen.“ Langfristig will die Innenverteidigerin, genau wie der BVB, so schnell wie möglich in die Bundesliga.
BVB-Neuzugang will Führungsrolle übernehmen
Warum sie sich dazu entschieden hat, den „Rückschritt“ aus der Bundesliga nach Dortmund in die Regionalliga zu gehen? „Ich schaue nicht nur auf den Moment, sondern auf den Prozess und die Entwicklungsmöglichkeiten, die es hier für den Verein und für mich gibt“, erklärte Schmidt. „Mich reizt es, noch mal in einer ganz anderen Rolle zu sein und diesen Weg mitzugestalten.“ Beim BVB will die 25-Jährige vorangehen und eine Führungsrolle übernehmen. „Mit meiner Erfahrung aus dem höherklassigen Fußball kann ich der jungen Mannschaft sicher weiterhelfen“, so Schmidt.

Wie genau sie das machen will, weiß die Innenverteidigerin auch schon: „Mit 1,80 m bringe ich eine Körpergröße mit, die im Frauenfußball nicht alltäglich ist. Das verschafft mir Vorteile im Kopfballspiel, im Defensivverhalten und in der Robustheit“, erklärte Schmidt und ergänzte lachend: „Auch offensiv ist mein Kopfballspiel nicht so schlecht, da ist das ein oder andere Tor schon mal entstanden.“ Bei der neugewonnenen Dortmunder Standardstärke auf jeden Fall etwas, worauf man sich freuen kann.



