Beim OSC Rheinhausen schreitet die Personalplanung voran. In Joshua Rippelmeier hat sich der Handball-Regionalligist für den Rückraum einen ehemaligen Duisburger an Land gezogen. Der 1,98-Meter-Riese kommt von Oberliga-Spitzenreiter HSG Am Hallo Essen, hat seine Offensivqualitäten auf halblinks sowie defensiv im Innenblock der Abwehr. Der ehemalige Oberliga-Handballer des VfB Homberg wird den Weg des OSC in den finalen fünf Regionalliga-Partien genau verfolgen. Vor dem Heimspiel am Samstag (19.15 Uhr, Krefelder Straße) gegen Mitkonkurrent HSG Siebengebirge-Thomasberg schwebt das Team von Trainer Thomas Molsner schließlich in akuter Abstiegsgefahr.

OSC Rheinhausen hat drei der vier direkten Vergleich verloren

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie trennt den OSC nur noch das bessere Torverhältnis von einem Abstiegsplatz. Die aktuelle Optik täuscht allerdings. Am Saisonende wird der bessere Vergleich bei Punktgleichheit das erste Platzierungskriterium sein. Und da haben die Rheinhauser im Vergleich mit TuSEM Essen II, BTB Aachen und die DJK Unitas Haan die schlechteren Karten. Gegen die HSG Refrath/Hand (25:28 und 35:32) gibt es derzeit ein pari.

Wollen weiter in der Handball-Regionalliga arbeiten: Cheftrainer Thomas Molsner (Mitte) mit seinen Nachfolgern Sascha Wistuba (links) und Nico Biermann.
Wollen weiter in der Handball-Regionalliga arbeiten: Cheftrainer Thomas Molsner (Mitte) mit seinen Nachfolgern Sascha Wistuba (links) und Nico Biermann.

Vier oder fünf Regionalligisten dürfte es am Saisonende erwischen. Das hängt daran, ob zwei oder drei Teams aus dem Nordrheinbereich aus der 3. Liga absteigen. Aufgrund dieser Situation hatte die DJK Unitas Haan beim Nordrheinverband einen Antrag eingereicht, die Regionalliga für die neue Saison auf 16 Teams aufzustocken, um den möglichen vermehrten Abstieg abzufedern. Der Verband hat den Antrag allerdings abgelehnt mit dem Hinweis, dass die Spielordnung während der laufenden Saison nicht geändert werden könne.

Krankenstand beim OSC Rheinhausen wieder verringert

Der OSC ist nach der desolaten Partie in Haan (16:30) am vergangenen Sonntag nun gegen den Tabellenviertletzten aus Königswinter in der Punktepflicht. Im Hinspiel gelang immerhin ein 28:23-Erfolg. Co-Trainer Sascha Wistuba, der zur neuen Saison ja gemeinsam mit Nico Biermann den bisherigen Cheftrainer Thomas Molsner beerben wird, ist zuversichtlich: „Der Krankenstand hat sich entspannt, die Trainingseinheiten waren intensiver und damit deutlich besser als in der Vorwoche.“

War einer der Handballer beim OSC Rheinhausen, die geschwächt ins Match bei der DJK Unitas Haan gegangen waren: Siebenmeterexperte Noah Adrian (am Ball).
War einer der Handballer beim OSC Rheinhausen, die geschwächt ins Match bei der DJK Unitas Haan gegangen waren: Siebenmeterexperte Noah Adrian (am Ball).© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND

Es fehlen allerdings weiter zwei Verletzte. Rückraumspieler Fabian Büttner wird nach muskulären Problemen in der Schulter und einer erneuten Untersuchung nun konservativ behandelt, also per Physiotherapie. „Wir hoffen, dass Fabian nach Ostern wieder einsatzbereit ist“, so Sascha Wistuba. Zwei Spiele stünden dann noch an. Ginge es da um alles, würde der nach Ratingen abwandernde Torjäger seinem Team sicher eine Hilfe sein. Außerdem fehlt am Samstag erneut Winterzugang Max Schlögl, der sich schon vor dem Haan-Match eine Trainingsverletzung zugezogen hatte.

OSC Rheinhausen hat die sportliche Rettung noch in eigener Hand

Das Desaster in Haan vom vergangenen Sonntagmorgen ist aufgearbeitet. „Die Jungs haben erkannt, dass wir uns mental nicht noch einmal so aufgeben dürfen – schwierige Bedingungen durch die Krankheitswelle hin oder her“, betont Co-Trainer Wistuba. Die Heimpartie gegen Siebengebirge wäre da ein willkommener Grund, es klar besser zu machen und ein sportlich positives Zeichen zu setzen. Wistuba: „So lange wir im Abstiegskampf alles noch in der eigenen Hand haben, gucken wir nicht auf die Konkurrenten. Wir müssen die Sache sportlich selber regeln.“