Dem Nachholspiel der Regionalliga-Handballer des OSC Rheinhausen am Samstag (17.30 Uhr, Sporthalle Parkstraße in Würselen) beim Tabellendritten HC Weiden kommt eine besondere Bedeutung zu. Sollte das Team von Trainer Thomas Molsner vor den Toren von Aachen tatsächlich gewinnen, ist der Klassenerhalt zu 95 Prozent sicher. Die HSG Siebengebirge-Thomasberg könnte den OSC dann nicht mehr einholen, TuSEM Essen in den verbleibenden zwei Spielen allenfalls mit Rheinhausen gleichziehen. Allerdings hätte TuSEM in diesem Falle den entscheidenden direkten Vergleich für sich entschieden.
Abstiegsfrage in der Regionalliga: Alles hängt von der 3. Liga Südwest ab
Nach aktuellem Stand werden wohl drei Teams aus der 3. Liga in die Regionalliga Nordrhein absteigen, so dass es hier fünf Absteiger in die Oberligen geben wird. Der OSC rangiert in der Regionalliga derzeit auf Rettungsplatz neun. Springender Punkt: In der 3. Liga Südwest werden bei noch drei auszutragenden Spielen aus den vier Teams TV Korschenbroich, TV Aldekerk, Bergische Panther und HSG Haßloch zwei Absteiger gesucht. Sollte es Haßloch als einen von zwei Absteigern erwischen, müssten aus der Regionalliga Nordrhein nur vier Teams runter. In allen anderen Fällen eben deren fünf, weil die übrigen Teams aus dem Nordrheinbereich stammen. In der 3. Liga Nordwest steht der VfL Gummersbach II als Absteiger bereits fest.

Für die Weiden-Partie muss der OSC weiter auf Rückraumspieler Fabian Büttner sowie Winterzugang Max Schlögl verletzungsbedingt verzichten. „Alle haben sich im Training reingehängt und sind heiß darauf, die Restzweifel mit einem Sieg zu minimieren“, betont OSC-Co-Trainer Sascha Wistuba. Bei den defensivstarken Hausherren sind vor allem Taktgeber Tim Meurer, ein Cousin von OSC-Kreisläufer Matthias Meurer, sowie Torjäger Sven Xhonneux zu beachten. Letzterer traf beim jüngsten 32:33 in Bonn achtmal für Weiden ins Netz. Gutes Omen für den OSC: In den vergangenen sechs Vergleichen mit Weiden gewann Rheinhausen viermal, dazu gab es zwei Punkteteilungen.
Sponsoringleiterin von Rot-Weiß Oberhausen unterstützt den OSC Rheinhausen
Gleichwohl blickt der OSC nicht nur optimistisch nach vorn. Sondern auch sportlich etwas nach oben. Die Handballer setzen nämlich bei der Sponsoren-Akquise auch auf Anja Merl. Die Unternehmerin und Netzwerkerin ist nicht nur Sponsoringleiterin beim Fußball-Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen. Sie will mit ihrem Team, das unter dem Namen „connected by Anja Merl B. C.“ firmiert, für den Verein neue Partner gewinnen, die Außendarstellung professionalisieren und eine gewisse wirtschaftliche Stabilität schaffen.

Der OSC hatte ja schon vor einigen Wochen mit dem Ausrüsterwechsel von Reventro Teamsport aus Homberg zur dänischen Handball-Traditionsmarke Hummel auf sich aufmerksam gemacht. „Wir freuen uns über die starke Unterstützung und den Ausbau unserer bisherigen Arbeit. Wir vertrauen darauf, dass Anja Merls weitreichende Vernetzung unter anderem mit Unternehmerverbänden in Moers und Duisburg weitere Türen öffnet“, hebt OSC-Abteilungsleiter Klaus Stephan hervor: „Um höhere Ligen angreifen zu können, braucht unser Verein mehr finanzielle Unterstützung. Der OSC ist in Duisburg und im gesamten Handball nach wie vor eine Marke – ein Stück Duisburger Kultur. Und das wollen wir gemeinsam fördern.“
Auch Anja Merl freut sich auf die Zusammenarbeit: „Der OSC ist eine Marke, die im Handball positiv besetzt ist. Als gebürtige Duisburgerin freue ich mich besonders, diesen Traditionsverein auf seinem weiteren Erfolgsweg zu unterstützen.“ Der soll in der neuen Saison natürlich möglichst in der Regionalliga fortgesetzt werden.


