Als Lena Ostermeier die SGS Essen vor wenigen Tagen verließ, richtete sie noch einmal emotionale Worte an den Klub, für den sie 14 Jahre gespielt und 277 Partien bestritten hatte und der derzeit mit dem Abstieg das dunkelste Kapitel der Vereinsgeschichte erlebt. „Macht weiter so, dann werdet ihr schnell wieder erstklassig sein“, sagte die 29-Jährige. Sie selbst wird nun künftig sogar zwei Klassen tiefer spielen: Lena Ostermeier wechselt zu Borussia Dortmund.
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Die Abwehrspielerin hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029 unterschrieben und ist somit der fünfte Neuzugang der BVB-Frauen zur kommenden Saison. Sie trifft an der Strobelallee auf ihren ehemaligen Trainer Markus Högner sowie die früheren SGS-Mitspielerinnen Annika Enderle und Ramona Maier. Für sie selbst gehe mit dem Wechsel ein Kindheitstraum in Erfüllung: „Ich komme aus Dortmund, bin mit dem BVB groß geworden und für mich war klar, dass ich irgendwann für diesen Verein spielen muss. Was hier geleistet wird, ist professionell auf Top-Niveau. Ich möchte dazugehören, mit dem BVB den nächsten Schritt gehen und den Verein weiter nach vorne bringen“, sagte Ostermeier.

Borussia Dortmund: Doktortitel in Chemie
Da bekanntlich auch Alexandra Popp künftig für den BVB spielen wird, formiert sich eine immer schlagkräftigere Mannschaft für die kommende Regionalliga-Saison. Und damit ist auch bestätigt, was schon länger vermutet wurde. Ostermeier kommt aus Dortmund, lebt in Dortmund und studierte an der TU in Dortmund. Nach erfolgreicher Promotion 2023 hat sie dort auch ihren Doktortitel in Chemie erhalten. „Es ist für jeden Trainer eine wahre Freude, Spielerinnen wie Lena Ostermeier trainieren zu dürfen. Sie besticht durch ihre professionelle Einstellung, lebt diese täglich vor und ist damit besonders für jüngere Spielerinnen ein Vorbild. Dadurch, dass sie beidfüßig Lösungen findet, ist sie in der Viererkette variabel auf allen Positionen einsetzbar“, freut sich Trainer Markus Högner auf das Wiedersehen.
Högner beförderte Ostermeier im Jahr 2013 als damals 16-Jährige aus der B-Juniorinnen-Mannschaft der SGS Essen in den Bundesliga-Kader. An der Hafenstraße entwickelte sie sich zur unverzichtbaren Stammspielerin und absolvierte 241 Pflichtspiele (5 Tore) in Bundesliga und Pokal – die zweitmeisten in der Vereinsgeschichte der SGS Essen. Der Kontakt nach Essen soll bestehen bleiben. Denn, so verspricht Ostermeier, zu „dem einen oder anderen Heimspiel“ möchte sie gerne vorbeischauen.


