Die Eishockeycracks des GSC Moers hatten dem Favoriten zwar einen guten Kampf geliefert. Doch das reichte am Freitagabend beim ESV Bergisch Gladbach nicht aus, um im ersten Play-off-Viertelfinale der Eishockey-Regionalliga den Vorteil zu ziehen. Die Black Tigers verloren gegen die Realstars am Ende mit 3:6 (0:0, 1:4, 2:2) und stehen damit im zweiten Match am Sonntag (18.15 Uhr, Enni-Eiswelt, Filder Straße) unter Druck. Ein Heimsieg muss her, ansonsten ist die Saison für den Vorrundensechsten vorbei.

GSC Moers: Drei Stürmer kehren Sonntag in den Kader zurück

„Wir haben uns mit einer dezimierten Mannschaft gut verkauft“, betonte Trainer Maximilian Eberlein nach dem Match, „am Sonntag werden wir allerdings einen besseren Kader zur Verfügung haben. Wir müssen uns da wahrlich nicht verstecken. Bergisch Gladbach ist schlagbar.“ Mit Marc Schaub, dem zweitbesten Scorer der Black Tigers mit zehn Toren und zwölf Vorlagen in 15 Spielen, Kapitän Philip Grühn sowie Christian Robens kehren gleich drei erfahrene Angreifer ins Team zurück. Fraglich ist derzeit noch, ob die angeschlagenen Verteidiger Pascal Fischer und Lars Ehrich mit dabei sein können.

Ist vor dem Play-off-Heimspiel am Sonntagabend zuversichtlich: Cheftrainer Max Eberlein vom GSC Moers.
Ist vor dem Play-off-Heimspiel am Sonntagabend zuversichtlich: Cheftrainer Max Eberlein vom GSC Moers.© FUNKE Foto Services | Oleksandr Voskresenskyi

In Bergisch Gladbach hielten die Black Tigers vor nur 115 Zuschauern das erste Drittel mit einer Nullnummer komplett offen. Daran war auch Torhüter Philipp Nikolic beteiligt, der insgesamt eine starke Leistung zeigte. Auf der Gegenseite war Felix Köllejan, vielleicht der beste Keeper der Regionalliga, allerdings auch gut drauf. Im Mittelabschnitt haperte es bei den Gästen am rechten Defensivverhalten. „Da haben wir uns einfach zu viele technische Fehler geleistet“, befand Trainer Maximilian Eberlein. Das nutzte das Team um Coach Marc Dillmann, ehemaliger Torhüter der Düsseldorfer EG und DEL-Meister mit den Frankfurt Lions in der Saison 2003/04, eiskalt aus.

GSC Moers: Gespräche mit dem neuen Vorsitzenden über die Zukunft laufen

Tristan Pfeifers 1:2 in der 29. Minute war nur ein kurzer Hoffnungsschimmer für Moers. Bergisch Gladbach zog bis in die Frühphase des Schlussdrittels auf 5:1 davon. Sebastian Pfeifer verkürzte noch einmal (48.), dazu gelang Verteidiger Nicolas Lesch zwei Minuten vor dem Ende ein schönes Unterzahltor. Das änderte am verdienten Sieg der Gastgeber allerdings nichts mehr. Weitere Play-off-Viertelfinals vom Freitagabend: Eisadler Dortmund - TuS Wiehl 16:2, Ratinger Ice Aliens - Grefrather EG Phoenix 10:2, ERV Dinslaken Kobras - ESV Grizzlys Bergkamen 5:8.

Seit einer Woche der neue 1. Vorsitzender beim GSC Moers für den nicht mehr zur Wahl angetretenen Heinz-Josef Böhme: Andreas Schleicher.
Seit einer Woche der neue 1. Vorsitzender beim GSC Moers für den nicht mehr zur Wahl angetretenen Heinz-Josef Böhme: Andreas Schleicher. © Gebhard Bücker Photographie

Neben dem Eis laufen gemeinsam mit dem neuen 1. Vorsitzenden Andreas Schleicher Gespräche und Überlegungen, was die Zukunft der ersten Moerser Eishockey-Mannschaft anbetrifft. Dem Vernehmen nach gibt es doch Möglichkeiten und Pläne, in der Regionalliga weiterzumachen. „Wir sind in guten Gesprächen“, sagt GSC-Pressesprecher Markus Meyer, bleibt aber noch vorsichtig. Eine Entscheidung darüber dürfte sich noch ein paar Wochen hinzuziehen. Sonntagabend steht in den Filder Benden erst einmal der Sport im Vordergrund. Trainer Max Eberlein: „Wir wollen ein drittes Spiel in Bergisch Gladbach erzwingen.“ Gespielt würde im Moerser Siegfalle dann am Dienstag um 19.30 Uhr um den Halbfinaleinzug.