Zwei Zugänge haben die Volleyballer des Moerser SC für die neue Saison in der 2. Bundesliga nun fix. Nach dem Ukrainer Maksym Vandzhura (26) kommt auch ein neues Zuspielertalent zu den Adlern. Der 18-jährige Nico Haug hat zuletzt für die Zweitliga-Reserve des ehemaligen Bundesligisten TV Rottenburg gespielt. Der Youngster aus dem Landkreis Tübingen konnte im Probetraining überzeugen, wird demnächst sein Studium in Duisburg beginnen und soll eine ähnlich positive Entwicklung nehmen wie Start-Zuspieler Fabio Bertea. Es gibt bei ihm zwar noch Restzweifel am Medizin-Studienplatz in Moerser Nähe. Trotzdem plant der MSC mit Bertea, der an beiden Aufstiegen in den vergangenen beiden Jahren gewichtigen Anteil hatte.

Moerser SC: Vater des Neuzugangs schon Co-Trainer in der Bundesliga

Der neue Zuspieler Nico Haug stammt aus einer Volleyballfamilie. Sein Vater Karsten Haug war einst Co-Trainer der Rottenburger Bundesliga-Mannschaft und coacht derzeit im Nachwuchs. „Nico besitzt eine gute Volleyball-Grundausbildung und ist wissbegierig“, betont MSC-Cheftrainer Hendrik Rieskamp. Der verspricht sich auch von seinem ukrainischen Zugang einiges. Maksym Vandzhura spielte in der 2. Volleyball-Liga des Landes, ehe der Krieg den Spielbetrieb zum Erliegen brachte. Im Juli 2024 flüchtete Vandzhura nach Deutschland. Zuletzt spielte er auf Hobbyebene in Oberhausen.

Wird in der 2. Bundesliga für den Moerser SC starten: Neuzugang Maksym Vandzhura (links), hier mit MSC-Klubchef Guido Lohmann.
Wird in der 2. Bundesliga für den Moerser SC starten: Neuzugang Maksym Vandzhura (links), hier mit MSC-Klubchef Guido Lohmann.

„Maksym ist schon seit Januar bei uns im Training und macht einen sehr guten Eindruck“, versichert Coach Rieskamp. Der ukrainische Rechtshänder ist als Annahme-/Außenspieler eingeplant und überzeugt mit schnellen Aktionen. Gesucht wird beim Moerser SC nun noch ein Außenangreifer oder ein Diagonalspieler. Offenbar haben die Adler da mehrere Optionen, die die Qualität des Kaders auch noch einmal nach vorn bringen dürften. Das grobe Saisonziel formuliert Coach Rieskamp so: „Wir wollen mehr Spiele gewinnen als verlieren.“

Moerser SC mit drei Abgängen, Jan Lenkeit tritt kürzer

Auf der personellen Gegenseite gibt es auch Abgänge. Lukas Lübke wird dem Kader aus beruflichen Gründen nicht mehr angehören (wir berichteten), Timo Moysig wird sich auf sein Studium konzentrieren. Zuspieler Fredrik Schmidt, der in der Drittliga-Spielzeit nur wenig zum Einsatz kam trotz Vorwärtsentwicklung, sucht sich eine neue sportliche Herausforderung. Mittelblocker Jan Lenkeit, der in der vergangenen Saison immer wieder von Verletzungen geplagt war, tritt kürzer und wird wohl nur noch einmal pro Woche trainieren. Der Routinier dürfte damit zu einem Jokerspieler werden.

Letzter Einsatz für den Moerser SC: Lukas Lübke (links) am Netz im Bezirkspokalfinale gegen Eintracht Spontent Düsseldorfs Dennis Kostenko.
Letzter Einsatz für den Moerser SC: Lukas Lübke (links) am Netz im Bezirkspokalfinale gegen Eintracht Spontent Düsseldorfs Dennis Kostenko.© FUNKE Foto Services | Oleksandr Voskresenskyi

Die Sommervorbereitung mit der tatkräftigen Unterstützung der neuen Athletiktrainerin Julia Wessels läuft bisher recht gut. Bis zu den Testspielen im August und September ist es allerdings noch hin. Der MSC wird am 18. August beim Regionalliga-Aufsteiger TB Osterfeld in Oberhausen zu Gast sein. Gegner bei der Saisoneröffnung im Enni-Sportpark Rheinkamp am 29. August, einem Freitagabend, wird der mehrmalige niederländische Meister Dynamo Apeldoorn sein. Dazu nehmen die Adler am 30. August bei einem Vorbereitungsturnier mit vier Teams bei Drittligist Tebu Volleys in Laggenbeck teil, der Heimat von Coach Rieskamp. Ein weiteres Testspiel, möglicherweise gegen einen belgischen Erstligisten, ist für den 3. September anvisiert.

Moerser SC bietet Dauerkarten für 2. Bundesliga an

Die Saison wird am 13. September offenbar mit einem Heimspiel gestartet. Der MSC erwartet den Spielplan der Zwölfer-Liga übrigens am 30. Juni. Aktuell werden noch Dauerkarten angeboten. Das Ticket für alle elf Heimspiele kostet für Vollzahler 45 Euro, für Mitglieder, Rentner und Studenten 27 Euro. Bis zum 11. Juli sind noch elektronische Bestellungen möglich: Und zwar an die E-Mail-Adresse annikabertea.moersersc@gmail.com. „Bisher werden unsere Kartenangebote gut angenommen. Wir hoffen sehr darauf, dass wir, wie in der vergangenen Saison auch schon, alle Heimspiele stimmungsvoll vor vielen Zuschauern austragen werden“, bekräftigt Cheftrainer Hendrik Rieskamp.