Der Start der neuen Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga ist zwar erst für den 13. September angesetzt, also in fast zwölf Wochen. Dennoch werden jene, die sich für den Moerser SC interessieren, seit einiger Zeit den Eindruck nicht los, als würde sich die spürbare Aufbruchstimmung bei den Adlern in eine bestimmte Richtung bewegen. Nämlich sportlich wie infrastrukturell nach oben. Die Vision der kommenden Jahre heißt eindeutig: Bundesliga-Rückkehr mit Relevanz.

Verhältnis des Moerser SC mit der Enni ist deutlich verbessert

Der Kauf des VBL tauglichen Hallenbodens aus Essen ist nicht nur finanziell keine Kleinigkeit. Das Invest hat auch in mehrere Richtungen eine Bedeutung. Erstens wappnet sich der MSC jetzt schon für ein mögliches Oberhaus-Engagement. Das wird fraglos in Zukunft die Triebfeder des Tuns sein. Zweitens zeigen die Volleyballer einmal mehr, dass das lange mit Hallenbetreiber Enni angespannte Verhältnis mittlerweile ein sehr gutes ist. Die von der Enni gestellte Videowand hat die Heimauftritte der Adler zuletzt bereichert. Unter Ex-Klubchef Günter Krivec war das Tool ja bekanntlich stumm geblieben, weil beide Seiten sich nicht auf die Konditionen einigen konnten.

Vorstandschef Guido Lohmann freut sich schon auf die neue Volleyball-Saison mit dem Moerser SC.
Vorstandschef Guido Lohmann freut sich schon auf die neue Volleyball-Saison mit dem Moerser SC.© FUNKE Foto Services | Lars Heidrich

Nun kommt noch der nur mit Volleyball-Linien bestückte Hallenboden hinzu. Der war jahrelanges Streitthema zwischen Moers und der VBL in Berlin. Der tv-taugliche Spezialboden wird nun sogar mit Enni-Hilfe in Räumlichkeiten innerhalb des Sportparks gelagert. All dies schien in der Vergangenheit ein Ding der Unmöglichkeit. Auf der Gegenseite vergrößert sich passend dazu die Sponsorenschar stetig. Das neue schwarze Heimdress ist mit Werbeträgern üppig bestückt. Auch bei der Stadt Moers dürften die Geschehnisse rund ums sportliche Aushängeschild mit Interesse verfolgt werden.

Hat der Moerser SC personell noch ein Ass im Ärmel?

Ob die Mannschaft im Bundesliga-Unterhaus sportlich direkt in der oberen Tabellenhälfte mitmischt oder doch gegen Abstieg spielt, wird sich zeigen. Gut möglich, dass der MSC personell noch ein Ass im Ärmel hat. Das Drumherum jedenfalls deutet beim einstigen Europapokalsieger nicht darauf hin, in der Zweiten Liga über längere Zeit zu verharren. Die Volleyballfreunde in Moers und am Niederrhein sollte dies dazu animieren, den MSC in der neuen Saison vor Ort noch besser zu unterstützen.