Als die Sonne verschwunden war am Freitagabend, wurde es am Kunstrasen von Blau-Weiß Mintard leicht dunstig und empfindlich frisch. Beim Landesliga-Match des Ortsteilvereins aus dem Mülheimer Süden gegen den SV Scherpenberg fror allerdings niemand. Beide Teams lieferten sich ein heißes, ein packendes Spiel mit sehr vielen guten Torchancen auf beiden Seiten. Das 1:1 (1:0) war am Ende gerecht, auch wenn sich die Gäste über das späte Gegentor des eingewechselten Leonard Rettek (88.) natürlich ärgerten.
SV Scherpenberg: Hope Ogansuyi überzeugt als Rechtsverteidiger
„Hier werden noch einige Mannschaften straucheln“, prophezeite Scherpenbergs Cheftrainer Christian Mikolajczak. Vor allem mit der ersten Halbzeit durfte der Coach zufrieden sein. Das Führungstor von Tevfik Kücükarslan war nach Kombination über Ali Gülcan und Vedad Music schön herausgespielt worden (23.). Auch ein 2:0 war möglich. Die Gäste besaßen eine stete Ballkontrolle. Dazu ersetzte Hope Ogansuyi den privat verhinderten Kapitän Stefan Kapuscinski als Rechtsverteidiger sehr gut.

Nach der Pause allerdings verlor Scherpenberg dann Ballkontrolle und Faden, lief viel hinterher und spielte enorm viele weite Bälle. Was Coach Mikolajczak fraglos missfiel. Klar, es gab auch einige gute, aber ungenutzte Konterchancen. Auch über den eingewechselten Rechtsaußen Baha Arslanboga. Auf der Gegenseite allerdings setzte Mintard die Gäste-Defensive praktisch im Stakkato unter Druck. Torhüter Julian Geitz musste diverse Parade in Eins-gegen-Eins-Situationen oder bei Distanzschüssen auspacken, um das 1:0 für seine Farben zu retten. Das ging bis zwei Minuten vor Schluss gut. Auch weil die Innenverteidigung mit Max Abel und Jasin Saiti einen starken Abend erwischt hatten.
SV Scherpenberg bleibt auch nach vier Spielen ungeschlagen
„Trotzdem muss man sagen, dass das von uns in der zweiten Halbzeit zu wenig war, um sich den Sieg zu verdienen. Grämen sollte sich allerdings niemand. Wir hatten wieder einen starken Gegner vor der Brust. Und wir sind weiter ungeschlagen“, hobt Coach Mikolajczak hervor. Und dies mit Augenmaß. Am kommenden Freitag (20 Uhr, Asberger Straße) steht schließlich das Moerser Derby gegen den GSV ins Haus.

Die Grafschafter kassierten am Samstag im Heimspiel gegen Ex-Oberligist FC Kray mit 0:1 (0:1) die erste Saisonniederlage durch einen Treffer von Semih Köse (33.). Beim GSV fehlten die Routiniers Danny Rankl, Thorsten Kogel und Pierre Nowitzki sowie der Ex-Scherpenberger Konstantin Möllering, der bisher noch kein Pflichtspiel für Moers bestritten hat.
SV Scherpenberg: Geitz - Bu. Arslanboga, Abel, Saiti, Ogansuyi - K. Terzi, A. Terzi (67. Redam) - Kücükarslan (73. Ba. Arslanboga), Gülcan (84. Karaca), Kretschmer (89. Derikx) - Music.


