- Der Verein „Hard for Kids“ veranstaltet Ende August ein Sommerfest mit sechsBands und freiem Eintritt, um Spenden für den schwerkranken achtjährigen Elias aus Mülheim zu sammeln.
- Das Geld soll der alleinerziehenden Mutter helfen, ein behindertengerechtes Auto für die aufwendigen Therapiefahrten ihres Sohnes zu finanzieren.
- Neben Musik gibt es viele Mitmachaktionen und die Möglichkeit, schon jetzt online oder über die Aktion Jolanthe für Elias und den Verein zu spenden.
Es soll ein fröhliches, buntes, lautes Sommerfest für Familien werden, das der Verein „Hard for Kids“ Ende August veranstaltet. Doch hinter dem Spendenziel des Vereins, der Familien mit schwerstkranken Kindern unterstützt, steckt ein berührendes Schicksal. Die Einnahmen des Festes sollen einer alleinerziehenden Mutter zugutekommen, deren Sohn an Kinderdemenz leidet.

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Er ist erst acht Jahre alt, doch sein Leben ist bestimmt von Therapien und Entbehrungen. Elias, der mit seiner Mutter und seinem sechs Jahre alten Bruder in Eppinghofen lebt, konnte zunächst alles, was ein kleiner Junge können sollte: laufen, sprechen, spielen – doch diese Fähigkeiten haben sich nach und nach zurückentwickelt, Elias vergisst durch die Kinderdemenz, ausgelöst durch einen Gendefekt, bereits Erlerntes wieder. Heute sitzt der Achtjährige im Rollstuhl, muss rund um die Uhr von seiner Mutter betreut werden. Die spezialisierten Therapien, die ihm helfen und das Fortschreiten der seltenen Erkrankung verlangsamen sollen, liegen oft Hunderte Kilometer entfernt, in Hamburg oder Koblenz.
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Die kleine Familie zu unterstützen, ihr zumindest zu etwas Erleichterung zu verhelfen, das hat sich der Verein „Hard for Kids“ auf die Fahnen geschrieben. „Die Mutter hat jetzt den Führerschein gemacht, um mit dem Jungen flexibler zu den Therapien zu kommen“, berichtet Stefan Habermehl, Gründer und Vereinsvorsitzender von „Hard for Kids“, nach dem ersten Treffen mit Elias und seiner Mutter.

Für die junge Frau Ende 20, die aufgrund der aufwendigen Betreuung ihres Sohnes derzeit nicht arbeiten geht, war der Führerschein eine enorme finanzielle Belastung. „Wir haben ihr einen Restbetrag bezuschusst“, berichtet der Vereinsvorsitzende und fügt hinzu: „Aber das reicht nicht. Sie braucht ja auch ein Auto, am besten eines, das dann behindertengerecht umgebaut werden kann, wenn Elias nicht mehr in seinen Kindersitz passt, sondern im Rollstuhl transportiert werden muss.“
Mülheimer Sommerfest lockt mit sechs Rock- und Metal-Bands für den guten Zweck
Als der Verein, der sich erst im vergangenen Jahr gegründet hat mit dem erklärten Ziel, Familien mit schwerstkranken Kindern, teils mit lebensverkürzenden Krankheiten, in ihren dunkelsten Stunden zur Seite zu stehen und durch Spenden kleine Lichtblicke zu zaubern, von Elias erfuhr, war sofort klar: Da helfen wir und bitten um Spenden, um die Finanzierung eines Autos zu stemmen. „Vielleicht findet sich ja auch ein netter Autohändler, der uns hilft“, hofft Habermehl, dessen Idee die Vereinsgründung war. „Hard for Kids“ profitiert in diesem Jahr auch von der Benefizaktion Jolanthe, mit der diese Redaktion jedes Jahr Spenden für eine herausragende gemeinnützige Mülheimer Organisation sammelt.

Dass sie es bei ihrem Sommerfest, das am Samstag, 29. August, von 13 bis 22 Uhr auf der Anlage des KHTC an der Mintarder Straße stattfindet, richtig krachen lassen, ist für „Hard for Kids“ Ehrensache. Schließlich sind die Gründer des Vereins, der harte Kern sozusagen, erklärte Liebhaber von Metal- und Rockmusik – das „Hard“ im Vereinsnamen bezieht sich auf eben diesen Musikstil. Ihr Motto: Rocken für den guten Zweck.
Metalfans bieten Musik, Skate-Rampe und Aktionen für Familien
Und so mutiert das Sommerfest bei freiem Eintritt schon fast zu einem kleinen Festival, denn nicht weniger als sechs Bands werden auf der Bühne stehen. Als Headliner ist „Herzparasit“ dabei, eine Neue-Deutsche-Härte-Band aus München. „Das waren die ersten, die sich gemeldet haben“, freut sich der Vereinsvorsitzende über den Zuspruch und die Unterstützung seiner karitativen Idee: „Auf unseren Aufruf bei Facebook, wer beim Sommerfest spielen möchte, haben sich knapp 160 Bands gemeldet.“
Wir vermitteln etwa den Kontakt zu einem Intensiv-Pflegedienst und zu Beratungen, denn die junge Mutter muss um vieles kämpfen.
Stefan Habermehl, Gründer des Vereins „Hard for Kids“
Doch nicht nur jede Menge Musik gibt‘s beim Sommerfest, sondern auch eine Skate-Rampe von „Skate Aid“, zudem Fußball-Dart, eine Hüpfburg, Mini-Rennbikes, die für Fotos genutzt werden können, Torwandschießen, Kreatives mit der „Farbenmühle“ und dem Künstler Hardy Bock und vieles mehr. Auch die Mülheimer WAZ/NRZ-Redaktion ist mit ihrem Redaktionsmobil vor Ort, um mit Familien ins Gespräch zu kommen. Zudem stellen Vereine wie die Ruhrorter Hafenkids und Löwenstark ihr Engagement vor.
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„Hard for Kids“ will Elias und seine Mutter auch weiterhin unterstützen, mit der Finanzierung eines Autos soll die Hilfe nicht enden. „Wir vermitteln etwa den Kontakt zu einem Intensiv-Pflegedienst und zu Beratungen, denn die junge Mutter muss um vieles kämpfen“, so Habermehl.
Nicht nur, wer das Sommerfest am 29. August besucht, kann für Elias spenden. Über die Website des Vereins hard-for-kids.de ist das mit dem Stichwort „Elias“ bereits jetzt möglich. Und wer die aufopferungsvolle Arbeit der Ehrenamtlichen von „Hard for Kids“ generell unterstützen möchte, kann das mit Hilfe unserer Benefiz-Aktion Jolanthe tun über unser Spendenkonto: Kontoname: Jolanthe, DE05 3625 0000 0175 0342 77, Sparkasse Mülheim, Verwendungszweck: „Hard for Kids“.












