02. September: Das ist der Hinrundenspielplan der ETB Miners

Die Vorbereitung der ETB Miners auf die kommende Saison in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A läuft bereits. Die ersten Testspiele sind absolviert.

Am 22. August trafen die Essener auf die Kodiaks Hagen (128:86), am 25. August auf die Iserlohn Kangaroos (104:79), am 29. August auf die Uni Baskets Münster (90:110), am 02. September auf die Artland Dragons. Am 06. September steht das Auswärtsspiel bei EPG Baskets Koblenz an, am 09. September das bei den Baskets Paderborn und am 12. September das bei den Dragons Rhöndorf. Die große Saisoneröffnung findet dann am 18. September statt. Zu Gast sein werden die Rhein Stars Köln. Ein Ticket kostet 5 Euro an der Abendkasse.

Gespielt wird dann auch auf dem extra neuen Boden, der bald in der Sporthalle am Hallo ausgelegt werden wird.

Indes ist auch der Spielplan für die Hinrunde veröffentlicht:

  • 26. September: Heimspiel gegen die Hakro Merlins Crailsheim
  • 02. Oktober: Auswärtsspiel bei MLP Academics Heidelberg
  • 04. Oktober RheinStars Köln (H)
  • 10. Oktober: PS Karlsruhe Lions (H)
  • 17. Oktober: Eisbären Bremerhaven (A)
  • 24. Oktober Bozic Estriche Knights Kirchheim (H)
  • 30. Oktober: SBB Baskets (A)
  • 07. November: Orange Academy (H)
  • 13. November: BG Göttingen (A)
  • 15. November: Giessen 46ers (H)
  • 21. November: Tigers Tübingen (A)
  • 05. Dezember: VfL Sparkassen Stars Bochum (A)
  • 12. Dezember: Nürnberg Falcons (H)
  • 19. Dezember: EPG Baskets Koblenz (A)
  • 22. Dezember: Paderborn Baskets (H)
  • 27. Dezember: BBC Bayreuth (A)
  • 03. Januar 2027: Artland Dragons (H)

Die ETB Miners arbeiten bei der Rechteübertragung mit SportEurope.tv zusammen. Der Livestream eines Einzelspiels kostet 5,99 Euro, der Teampass für die ganze Saison - exklusive den Playoffs - 109,99. Alle Spiele der ProA 159,99 Euro.

Nicht mehr dabei sein wird dann Cedric Johnson, der erst am 30. Juli als Neuzugang präsentiert wurde. Damals sagte ETB-Trainer Lars Wendt noch: „Mit Cedric Johnson verpflichten wir einen Spieler, der nach einer starken Saison in der ersten norwegischen Liga zu uns nach Essen kommt. Auf der Point-Guard-Position wird er eine wichtige Rolle in unserem Spiel einnehmen. Unsere Fans können sich auf einen vielseitigen Guard freuen, der sowohl als Scorer als auch als Schütze seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat und unserem Spiel viel Dynamik verleihen wird.“ Nun klingt das anders: Man habe sich nach gemeinsamen Gesprächen darauf verständigt, die Zusammenarbeit aufzulösen und danke für die offene und professionelle Kommunikation. Johnson hatte zuletzt in Norwegen überzeugt. Die Entscheidung traf auch schon der neue Sportliche Leiter der Miners mit: Robin Danes. Er tritt die Nachfolge von Raphael Wilder an.

Danes ist in Essen längst kein Unbekannter: In der Saison 2023/2024 stand er selbst noch als Leistungsträger im Kader der Miners auf dem Parkett, ehe ihn eine schwere Verletzung zum vorzeitigen Karriereende als aktiver Spieler zwang. „Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das mir der Verein entgegenbringt. Ich freue mich darauf, meinen Beitrag zu leisten und gemeinsam mit allen Beteiligten den Club sportlich sowie den Standort Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam viel erreichen können“, so Danes.

20. August: SBB Börde Baskets starten mit Minuspunkten

Die 2. Basketball-Bundesliga hat das Nachlizenzierungsverfahren gegen die SBB Börde Baskets AG (ProA) für die Saison 2025/2026 abgeschlossen. Im Rahmen des Verfahrens wurden die lizenzrelevanten Angaben des Vereins überprüft. Auf Grundlage des Lizenzstatuts hat die Liga gegen den Verein eine Sanktion verhängt, die einen Abzug von 4 Wertungspunkten mit Wirkung für die Spielzeit 2026/2027 sowie eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro umfasst.

Die SBB Börde Baskets AG hat die Sanktion akzeptiert und auf die Einlegung von Rechtsmitteln verzichtet; das Verfahren ist damit abgeschlossen. Zu Einzelheiten des Verfahrens äußert sich die Liga nicht.

12. August: Auch Darius Dawson kommt

1,98 Meter groß, US-Amerikaner und wissbegierig. So lässt sich der neue Zugang der ETB Miners für die Aufgabe in der 2. Basketball Bundesliga Pro A kurz beschreiben. Darius Dawson kommt und soll auf den Flügelpositionen eingesetzt werden. „Mit Darius Dawson wechselt ein starker Flügelspieler aus Coburg zu uns, auf die wir bereits im Halbfinale der letzten Saison getroffen sind. Er bringt viel Athletik, Schnelligkeit und Intensität auf der Flügelposition mit, sowie eine starke individuelle Saison in der ProB. Mit seiner Energie und seinem Einsatz wird er unserer Mannschaft vor allem von der Bank wichtige Impulse geben und auf beiden Seiten des Feldes für Tempo und Dynamik sorgen“, sagt Trainer Lars Wendt.

Dawson ist 25 Jahre alt und spielte im College an der Austin Peavy State University und der Missouri Southern State University. In Coburg überzeugte er mit 16,5 Punkten, 7,4 Rebounds und 2,3 Assists pro Partie und einer Feldkorbquote von 61,9 Prozent.

Ebenfalls neu bei den Miners ist Jackson Price: 2,03 groß und Power Forward/Center. Im College spielte er für die Marist Red Foxes und in der Schweiz bei den Pully Lausanne Foxes. Headcoach Lars Wendt schätzt die Qualitäten des Neuzugangs sehr: „Mit Jackson bekommen wir einen sehr variablen Big Man, der sowohl auf der Center- als auch auf der Power-Forward-Position eingesetzt werden kann. Besonders mit seinem starken Wurf von außen gibt er uns eine zusätzliche Waffe und sorgt für mehr Variabilität in unserem Spiel. Dazu ist er für seine Größe sehr beweglich. Wir freuen uns sehr, dass Jackson sich für unser Team entschieden hat.“

05. August: Moeller verstärkt ETB-Miners

Die ETB-Miners verpflichten Craig Moeller. „Craig Moller ist kein Spieler, der Woche für Woche mit spektakulären Punktzahlen glänzt. Sein Wert zeigt sich vielmehr in den vielen kleinen Dingen, die erfolgreiche Mannschaften auszeichnen“, so Headcoach Lars Wendt. „Er verteidigt kompromisslos, arbeitet unter den Körben, holt wichtige Rebounds und übernimmt Verantwortung, wenn es darauf ankommt.“

Auch interessant

Craig Moeller spielte in seiner Karriere schon in Island, Neuseeland, der Basketball-Bundesliga und in der australischen NBL. Er besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und belegt daher keinen Importplatz im Kader. Das Jahr 2025 stand für Moller ganz im Zeichen des Comebacks. Nach mehreren schweren Verletzungen kämpfte er sich bei den Bamberg Baskets zurück in die Basketball-Bundesliga. 

Nach seiner Zeit in Bamberg zog es Craig Moller zunächst nach Neuseeland zu den Taranaki Airs. Anschließend wechselte er nach Island zu Keflavík. In 27 Spielen kam der Forward auf 12,8 Punkte, 8,3 Rebounds und 1,7 Assists pro Partie. Zuletzt lief Moller wieder in Neuseeland für die Otago Nuggets.

„Craig ist ebenso wie JJ Mann ein Spielertyp, der mit seiner enormen Erfahrung mit, jedes Team besser machen kann. Er kennt das Niveau der PRO A und stellt den Erfolg der Mannschaft immer über persönliche Statistiken. Mit seiner Variabilität und seiner defensiven Qualität wird er uns sicherlich auf mehreren Positionen helfen können.“

Geschäftsführer Dieter Homscheidt sagt: „Craig bringt alles mit, was wir uns von einem erfahrenen Spieler wünschen. Er ist ein absoluter Teamplayer, arbeitet hochprofessionell und wird mit seiner Persönlichkeit eine wichtige Rolle innerhalb des Teams übernehmen. Dass er dabei auch noch den deutschen Pass besitzt, ist für unsere Kaderplanung natürlich ein zusätzlicher Pluspunkt.“

30. Juli: US-Guard Cedric Johnson verstärkt ETB Miners als Spielmacher

Die ETB Miners basteln eifrig am Kader für die neue Saison. Die jüngste Verpflichtung: der 1,93-Meter große US-Amerikaner Cedric Johnson. Der Guard kommt aus Bellevue in Nebraska und spielte in der USA an der University of Nebraska Kearney, der University of Sioux Falls und der Saint Xavier University. In Europa lief er schon für Absheron Baku in Aserbaidschan und Froya Basket Laksevag in Norwegen auf. Dort überzeugte er in der vergangenen Saison mit 22,2 Punkten, 8,2 Rebounds, 5,8 Assists und 2,6 Steals pro Spiel.

„Mit Cedric Johnson verpflichten wir einen Spieler, der nach einer starken Saison in der ersten norwegischen Liga zu uns nach Essen kommt. Auf der Point-Guard-Position wird er eine wichtige Rolle in unserem Spiel einnehmen. Unsere Fans können sich auf einen vielseitigen Guard freuen, der sowohl als Scorer als auch als Schütze seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat und unserem Spiel viel Dynamik verleihen wird“, freut sich ETB-Trainer Lars Wendt auf seinen Zugang.

28. Juli: ETB Miners verkünden zwei weitere Personalentscheidungen

Diese Rückholaktion wird die Fans des Essener Zweitligisten ETB Miners freuen. Isaiah Sanders ist nach einem Jahr in Tübingen zurück in Essen und geht gemeinsam das Abenteuer Pro A an. In der Saison 2024/2025 hatte Sanders noch für die Essener gespielt, in Tübingen wollte es aber nicht so recht laufen. Nun kommt er zurück und soll auch eine Führungsrolle im Kader der Essener Basketballer übernehmen.

„Für uns, für die ETB Miners, beginnt mit der ersten Saison in der ProA ein neues Zeitalter“, so Geschäftsführer Dieter Homscheid. „Dafür braucht es Spieler, die Verantwortung übernehmen, vorangehen und in entscheidenden Momenten den Unterschied machen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir Isaiah von unserem Plan und unserer Vision überzeugen konnten. Er bringt all das mit. – er kennt den Verein, die Menschen und die besondere Atmosphäre im Hallo. Gleichzeitig kehrt er als gereifter Spieler zurück – mit der Erfahrung aus einer weiteren Saison in der ProA, noch mehr Selbstvertrauen und dem festen Willen, die Miners auf ihrem neuen Weg anzuführen.“

Auch interessant

Lesen Sie auch

Genauso sieht es Headcoach Lars Wendt: „Mit Isaiah bekommen wir nicht nur einen herausragenden Basketballer zurück, sondern auch einen Menschen, der perfekt zu den Miners passt da er unsere Philosophie genau kennt. Seine Qualität auf dem Feld ist unbestritten, aber genauso wichtig sind seine Persönlichkeit, seine Teamfähigkeit und sein unbedingter Wille, Verantwortung zu übernehmen. Wir freuen uns riesig, dass Isaiah wieder ein Teil unserer Mannschaft ist und sind überzeugt, dass er in unserer ersten ProA-Saison eine ganz wichtige Rolle spielen wird.“

Ebenfalls neu im Kader ist der 19-jährige Ronney Ani. Der 1,85 Meter große Guard/Wing kommt aus Großbritannien. Zuletzt spielte er bei den Yorkshire Dragons. Headcoach Lars Wendt blickt voller Vorfreude auf die Zusammenarbeit: „Mit Ronney Anni konnten wir uns ein vielversprechendes Talent sichern. Dank seines deutschen Passes ist er sowohl für unsere erste als auch für unsere zweite Mannschaft spielberechtigt und wird in beiden Teams zum Einsatz kommen. Mit seiner Energie, seinem Ehrgeiz und seiner Entwicklungsperspektive passt er hervorragend in unser Konzept. Er ist die ideale Besetzung für diesen Kaderplatz!“

16. Juli: ETB Miners verpflichten Hochkaräter für Weg in Bundesliga

Die Offseason ist die Zeit der Weichenstellung. Für einen Aufsteiger vielleicht immer noch ein kleines Stück weit entscheidender als für andere. Und der Fall des Basketball-Pro A-Aufsteigers ETB Miners ist dann noch einmal ein ganz besonderer: Nach der Verkündung ehrgeiziger Pläne und dem Einstieg der Sage Sports Group aus den Vereinigten Staaten stehen die Essener unter besonderer Beobachtung. Hier der aktuelle Stand der Dinge in unserem Blog.

Die ETB Miners haben ihren ersten externen Zugang vermeldet. Und der ist Basketballfans aus der Region durchaus ein Begriff: JJ Mann war lange Spieler und Publikumsliebling von Phoenix Hagen. Der 35-Jährige wechselt von den Gladiators Trier nach Stoppenberg. „Wir sehen einen Spieler, der über viele Jahre auf hohem Niveau bewiesen hat, was in ihm steckt. Einen Führungsspieler, einen Scorer, einen Teamplayer und vor allem einen Basketball-Profi, der jede Mannschaft besser macht“, sagt Geschäftsführer Dieter Homscheidt.

ETB Miners: Nach Mexiko lange verletzt

Mann spielte in zwei unterschiedlichen Phasen für Phoenix Hagen. In der Saison 2015/16 stand der US-Amerikaner mit Hagen in der BBL auf dem Feld. Sieben Jahre später kehrte er zurück und entwickelte sich in der ProA-Spielzeit 2022/23 zu einem der wichtigsten wie beliebtesten Spieler der Mannschaft.

Im Schnitt erzielte Mann damals 15,8 Punkte. Besonders in Erinnerung blieb sein Auftritt am letzten Hauptrundenspieltag gegen Paderborn: Mit 40 Punkten führte er Phoenix zum Sieg und in die Play-offs. Nach der Saison verließ er Hagen und wechselte zunächst nach Mexiko. Das Engagement bei Soles de Mexicali endete bereits nach kurzer Zeit. Anschließend schloss sich Mann den Gladiators Trier an. In seiner ersten Trierer Saison gehörte der Flügelspieler zur festen Rotation und kam im Schnitt auf 11,1 Punkte sowie 4,7 Rebounds.

Zu Beginn der Saison 2024/25 zog sich Mann jedoch einen Kreuzbandriss zu und fiel lange aus. Er blieb in Trier und kehrte mit den Gladiators in die BBL zurück, spielte dort zuletzt aber nur noch eine kleinere Rolle. In Essen soll das anders sein, der dreifache Familienvater soll seine Erfahrung und seinen Distanzwurf auf der Flügelposition einbringen. Weil er mittlerweile einen deutschen Pass besitzt, belegt er keinen der begrenzten Importplätze.

Essen: ETB Miners gegen Orange Academy Ulm
Der Kapitän bleibt an Bord! In Niclas Sperber sichern sich die Miners die Dienste eines auch Pro A-erfahrenen Spielers. © FUNKE Foto Services | Uwe Ernst

ETB Miners: Kern der ETB Miners steht (7. Juli)

Der Kader: Er trägt bis hierhin klar die Handschrift von Raphael Wilder, seit dem 1. Juli nicht mehr Sportlicher Leiter der Miners, sondern „nur noch“ Berater. Für Marc Friederici und Quashawn Lane dürfte Wilder erster Ansprechpartner gewesen sein, nun verlängerten mit Jonathan Almstedt, Niclas Sperber und Ben Uzoma weitere Pro B-Meister in Essen.

Jonathan Almstedt: 2,08 Meter und 126 Kilogramm müssen auch in der Pro A unter den Körben erst einmal wegbewegt werden. Zu den im Schnitt 5,1 Rebounds pro Spiel (bei durchschnittlich rund 20 Minuten auf dem Feld) in der vergangenen Pro B-Saison gesellt sich beim 26-jährigen Center eine ganz starke Wurfquote von 49 Prozent aus dem Feld – bei satten 38 Prozent von Downtown. Ungewöhnlich für einen Hünen wie Almstedt – dieses Händchen kann ihn auch in der Pro A zu einer echten Option machen.

Niclas Sperber: Der Kapitän bleibt an Bord! In Niclas Sperber sichern sich die Miners die Dienste eines auch Pro A-erfahrenen Spielers. Raphael Wilder lobt den 30-jährigen Forward zudem für eine „effiziente“ Pro B-Saison, „wenn er heiß läuft, spielt er überragend“. Der Umstand, dass auch Sperber nun zum Vollprofi wird, nährt die Hoffnung, dass dies trotz Pro A in der kommenden Saison (noch) öfter passiert (und er seine Foulproblematik in den Griff bekommt). Nach einer ersten Saison in Essen zum – auf gut Deutsch – Vergessen, waren es nun gut elf Punkte, die Sperber in der vergangenen Spielzeit im Schnitt beisteuern konnte – bei einer Trefferquote von 42,4 Prozent aus dem Feld (in 23 Minuten Spielzeit).

Ben Uzoma: In der nordamerikanischen Profiliga NBA wird auch der „Most Improved Player“ ausgezeichnet – der Spieler mit der größten Entwicklung. Bei einer internen Miners-Wahl wäre Ben Uzoma auf jeden Fall ganz vorne mit dabei. Eine Verletzung zu Beginn der vergangenen Saison hatte der 2,10 lange Center dazu genutzt, Muskelmasse aufzubauen. Es hat sich ausgezahlt: knapp acht Punkt im Schnitt pro Spiel, knapp neun Rebounds – bei gut 18 Minuten Spielzeit. Ben Uzoma hatte von der Bank kommend massiven Einfluss auf das schwarz-weiße Spiel. Raphael Wilder: „Als Ben vor zwei Jahren zu uns gekommen war, war er – wie er selbst gesagt hat – ein Schatten seiner selbst. Er hat sich aber enorm weiterentwickelt und war zuletzt auf der Fünf wahnsinnig dominant.“

Apropos „MIP“: Ein weiterer Kandidat für diesen Titel wäre Gabriel Jung gewesen, er hat sein Engagement in Essen aber nicht verlängert, ebenso wie Jordan Zimmermann.

Das Regelwerk: Almstedt, Sperber, Uzoma, Friederici: Vier deutsche Spieler haben die Miners damit unter Vertrag. „Wenn man aufgestiegen ist, muss man einfach versuchen, so viele Spieler wie möglich aus dieser tollen Aufstiegsmannschaft zusammenzuhalten“, fasst es Raphael Wilder zusammen. Was richtig sein mag – doch in Anbetracht der ambitionierten Ziele und Pläne des ETB darf man davon ausgehen, dass neben den möglichen US-Akteuren auch noch mindestens ein deutscher Leistungsträger verpflichtet wird, um die Klasse (sicher) zu halten. Denn: In der Pro A müssen zu jeder Sekunde des Spiels mindestens zwei deutsche Spieler auf dem Parkett stehen. Vor dem Hintergrund, dass diese Regel auch gilt, wenn sich deutsche Spieler verletzen oder ausgefoult sind (ein Team im schlechtesten aller Fälle eine Partie also in Unterzahl beenden müsste, weil Importspieler nicht auffüllen dürfen), bedarf es also eines hochwertigen Pools deutscher Spieler im Team.

Und: Spielberechtigt für mögliche Play-offs (für die sich die ersten acht Teams nach der Regular Season qualifizieren) ist nur, wer in selbiger mindestens fünf Einsätze hatte. Wer die Pro A-Finals erreicht, qualifiziert sich sportlich für die BBL, die Teams auf den Plätzen 17 und 18 nach der Hauptrunde steigen ab.

Der Start in die Pro A-Saison

Derweil ist auch der Spielplan veröffentlicht: Die Miners starten mit einem Heimspiel am 26. September gegen die Crailsheim Merlins in die Saison (19.30 Uhr, Hallo).
Die weiteren Partien: MLP Academics Heidelberg (auswärts, 2. Oktober, 19.30 Uhr), RheinStars Köln (Hallo, 4. Oktober, 16 Uhr), Karlsruhe Lions (Hallo, 10. Oktober, 19.30 Uhr), Eisbären Bremerhaven (auswärts, 17. Oktober, 18 Uhr) und Kirchheim Knights (Hallo, 24. Oktober, 19.30 Uhr).

Tyrese Quashawn Lane (4, ETB Miners) im Spiel ETB Miners (weiss) gegen Orange Academy Ulm (schwarz) am Sonntag, den 17. Mai 2026, in der Sporthalle am Hallo in Essen.
Nach seiner Verpflichtung waren die ETB Miners nicht ganz überzeugt von Quashawn Lane...© FUNKE Foto Services | Uwe Ernst

ETB Miners: Der Leistungsträger bleibt (29. Juni)

Spieler Nummer 2 ist unter Vertrag: Nach Marc Friederici hat Basketball-Pro A-Aufsteiger ETB Miners auch die Zusammenarbeit mit Quashawn Lane verlängert, der US-Amerikaner bleibt für ein weiteres Jahr in Essen. „Das hat er sich auch einfach verdient“, lässt sich Raphael Wilder in den vereinseigenen Medien zitieren. Der 73-Jährige hatte Lane spätestens während der Play-offs zur Priorität gemacht, nun meldeten die Miners Vollzug.

Dabei waren die Miners – Wilder inklusive – noch zu Beginn der vergangenen Spielzeit nicht vollends überzeugt gewesen. Dass Headcoach Lars Wendt den Point Guard darüber hinaus vor dem Saisonstart öffentlich angezählt hatte, verstärkten die Zweifel auch unter den Fans. Das Ende vom Lied ist dann eine Erfolgsgeschichte, wie sie selten geschrieben steht. Platz eins nach der Hauptrunde, souveräne Play-offs bis zum Aufstieg und ein episches Finale gegen die Orange Academy aus Ulm, in dem sich die Essener auch noch zum Meister krönten. Mittendrin: Quashawn Lane, zu diesem Zeitpunkt schon lange als MVP (Most Valuable Player) der Pro B ausgezeichnet. Raphael Wilder: „Er war ein ganz entscheidender Faktor, der uns letztendlich den Meistertitel beschert hat. In den Play-offs hat er seine Statistiken in fast allen Bereichen verbessert, sich spielerisch weiterentwickelt und noch professioneller gearbeitet.“

Essen: ETB Miners gegen Orange Academy Ulm
... doch der US-Amerikaner legte eine tolle Saison hin und führte die Miners zum Aufstieg.© FUNKE Foto Services | Uwe Ernst

ETB Miners: Ganz dickes Ausrufezeichen

In Zahlen: 16,2 Punkte im Schnitt pro Spiel nach den 33 Duellen der Hauptrunde und der Playoffs, 5,9 Assists bei einer Effektivität von 19,8. Ins Auge fällt: In drei Kategorien stellte er ausgerechnet beim 94:53-Sieg im Final-Rückspiel gegen Ulm Bestwerte auf: 28 Punkte, 11 Rebounds und eine Effektivität von 39. Das darf man unbedingt wie folgt interpretieren: „Q“ Lane ist da, wenn er gebraucht wird.

Ist er auch das „ganz dicke Ausrufezeichen“, von dem die Miners selbst sprechen? „Quashawn hatte auch mich ganz zu Beginn nicht hundertprozentig überzeugt“, so Raphael Wilder. „Jetzt hoffe ich, er kann sich in der Pro A genauso weiterentwickeln wie in der vergangenen Saison.“ Das muss er – denn der Basketball wird es auf jeden Fall in der Pro A: Taktik, Technik oder Geschwindigkeit – vielleicht wird nicht alles neu, definitiv aber anders. Sollte Lane aber als Backup-Point Guard gehalten worden sein, dann wäre es wohl tatsächlich ein unübersehbares Zeichen für schwarz-weiße Ambitionen für eine nicht allzu weit entfernte Zukunft. Aber diese Frage muss für den Moment zurückgestellt werden.

So funktionieren die Miners jetzt

Der Einstieg der us-amerikanischen Sage Sports Group bei den Miners hat für Schlagzeilen gesorgt. Alles neu also beim ETB? In jedem Fall ganz schön viel. Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet:

Wer stellt den geplanten Etat von 1,5 Millionen Euro zusammen?

Die Gesellschafter. Dieter Homscheidt (CEO der Miners) und Robert Hildebrandt bearbeiten weiter den lokalen bzw. deutschen Markt auf der Suche nach Investoren und Sponsoren. Die Sage Sports Group um Paul Sabin und Colin Montague stellt Mittel aus ihrem Sportinvestment-Fond zur Verfügung und füllen zudem eventuell auftretende Lücken auf. 1,5 Millionen.

Wie soll die Reise nach Europa finanziert werden?

Bis 2030 BBL, bis 2035 Europa – im Ruhrgebiet könnte man vielleicht passend formulieren: Die Zusammenarbeit mit der Sage Sports Group fördert ein ganz neues Selbstbewusstsein zutage. Doch diese Reise kostet Geld – auch dafür verantwortlich: die Gesellschafter. Dieter Homscheidt und Robert Hildebrandt im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die sich mit den veröffentlichten Plänen vielleicht auch vergrößern werden. Mit Paul Sabin und Colin Montague und ihrem Netzwerk öffnen sich den Miners nun aber vor allem auch der amerikanische Markt und die Türen zu Unternehmen jenseits des Atlantiks, „denen wir eine Plattform und Reichweite bieten können“, so Hildebrandt.

Wer hat jetzt das Sagen bei den Miners?

60 Prozent der Gesellschafteranteile an den Miners liegen seit Kurzem in den USA, die verbliebenen 40 Prozent bei Dieter Homscheidt und Robert Hildebrandt. Homscheidt ist CEO und für das Tagesgeschäft zuständig – übrigens fortan Vollzeit. Hildebrandt kümmert sich um die Finanzen und Vertragswerk, Paul Sabin und Colin Montague um das sportliche Personal. Übrigens: Auch Colin Montague ist nicht nur Gesellschafter, sondern auch als Geschäftsführer eingetragen. Das vereinfacht den Workflow und dokumentiert darüber hinaus auch ein Stück weit „Skin in the Game“.

ETB Miners: Trainer bleibt an Bord

Basketball in Essen
Lars Wendt bleibt auch in der neuen Liga Trainer der ETB Miners.© FUNKE Foto Services | Michael Gohl

Von einem „neuen Kapitel“ sprechen die ETB Miners auf ihrer Homepage – gemeint ist der Einstieg der Sage Sports Group, der dem Basketball-Zweitligisten (Pro A) den Weg ebnen soll bis in die BBL und weiter. Dieses Kapitel hat nun die ersten beschriebenen Seiten: Der Weiterverpflichtung von Publikumsliebling Marc Friederici ließ der ETB nun die Meldung folgen, dass auch Headcoach Lars Wendt ein weiteres Jahr in Essen bleibt. Der 33-Jährige, der die Miners von der Ersten Regionalliga über die Pro B bis in die Pro A geführt hat, bekommt nun also die Gelegenheit, sich auch in im Basketball-Unterhaus zu beweisen. Von einer „ganz tollen Sache“ spricht Wendt im Gespräch mit dieser Redaktion. „Dass diese Geschichte mit mir weitergeht, zumal mit ganz neuen Zielen und Perspektiven, das ist großartig. Ich schaue da mit sehr viel Freude und Zuversicht drauf. Ja, und ich bin auch ein bisschen stolz, das geschafft zu haben.“

Aber auch er weiß: Die Liga ist neu und hochprofessionell. Doch es ist nicht allein die Pro A: Lars Wendt findet sich seit wenigen Tagen in einem erneuerten, ja fast schon neuem Verein wieder. Noch dazu wird ihm zum ersten Mal in seiner Trainerkarriere Raphael Wilder an seiner Seite fehlen, unter dem er sich in Ruhe hatte entwickeln können. Doch der 73-Jährige hat seinen Vertrag als Sportlicher Leiter (und Co-Trainer) nicht verlängert. Immerhin bleibt Wilder ihm und den Miners als Berater erhalten.

Basketball in Essen
Auszeit: Trainer Lars Wendt und seine ETB Miners während eines Meisterschaftsspiels.© FUNKE Foto Services | Michael Gohl

ETB Miners: Basketball auf höchstem Niveau

Kurzum: Lars Wendt erwartet eine enorme Herausforderung, der er (mit reduzierten Stunden in seinem eigentlichen Job) mit mehr Fokus als bislang begegnen kann. Ob es reicht? Die Miners – auch unter der neuen Führung – trauen es ihm zu. Und Wendt hat Ambitionen: Ich habe das Ziel, Basketball in einem Jahr hauptberuflich zu machen. Und ich hoffe, ich kann mir da Vertrauen verdienen.“

Es wird immer deutlicher: Die Rückkehr in die Pro A nach dem Absturz ist kein (über-) erfülltes Ziel, es soll ein neuer Startschuss sein. Die Übernahme von 60 Prozent der Gesellschafteranteile durch Paul Sabin und Colin Montague, die datenbasierte Herangehensweise der Amerikaner – alles kaum weniger als ein Paradigmenwechsel in Essen. „Ich erlebe die beiden als extrem fachkundig“, beschreibt Lars Wendt den „beinahe täglichen Kontakt“. „Sie haben Basketball auf höchstem Niveau erlebt und mitgestaltet und das merkt man in der Zusammenarbeit.“

ETB Miners: „Einmalige Chance“

Sorgen, es könnten in Essen zwei Sport-Kulturen aufeinanderprallen, die nicht zueinander passen, versucht der Headcoach zu zerstreuen: „Wir sprechen derzeit sehr intensiv über die Zusammenstellung des Kaders und über jeden einzelnen Spieler, der in Frage kommt: Die beiden sind sehr fleißig und Willens, den Klub und seine Identität zu verstehen. Sie wollen nichts über den Haufen werden. Sie schauen, wo man Dinge verbessern kann, und bringen ihre Expertise ein, um eine schlagkräftige Pro-A-Mannschaft zusammenzustellen.“

Für die es allerdings eben mehr als nur Daten braucht: Die Pro B-Meisterschaft der Miners jedenfalls (und der damit verbundene Aufstieg) war auch das Ergebnis von großartiger Teamchemie. Wendt: „Die beiden hören zu, saugen auf. Das Verständnis ist sehr groß und ich bin davon überzeugt, dass wir am Ende wieder eine echte Mannschaft auf dem Feld haben werden. Aber trotzdem: Ihre Analyse, ihre Herangehensweise – ich glaube, das ist ein echter Gamechanger und eine einmalige Chance.“