Das Saison-Aus für den GSC Moers am Sonntagabend war ein Ende in der Eishockey-Regionalliga-Spielzeit 2024/25 ohne Groll. Nach beiden Viertelfinalniederlagen gegen den favorisierten ESV Bergisch Gladbach, der übrigens vom ehemaligen Frankfurter DEL-Meistertorhüter Marc Dillmann betreut wird, herrschte rund um die Filder Straße doch eher Stolz und Zuversicht. Stolz darauf, als Aufsteiger mit Platz sechs eine hervorragende Regionalliga-Runde hingelegt zu haben. Zuversicht deshalb, weil sich die Zeichen mehren, dass es für die Black Tigers in der neuen Saison vermutlich doch in der vierthöchsten Eishockey-Liga Deutschland weitergeht.

GSC Moers: Zukunft entscheidet sich in den nächsten zwei Wochen

Letzteres wird sich offenbar in den nächsten zwei Wochen entscheiden. Seit der Jahreshauptversammlung von vor zehn Tagen mit dem Wechsel von Heinz-Josef Böhme, immerhin 24 Jahre im Vorstand tätig, zu Andreas Schleicher an der Vereinsspitze war ja durchaus in Frage gestellt, wie es mit der ersten Eishockeymannschaft weitergeht. Derzeit wird ein Rahmen zwischen Vereinsführung und dem Team abgesteckt, der ein Weitermachen in der Regionalliga ermöglichen soll.

Für die Black Tigers des GSC Moers hat es im zweiten Play-off-Viertelfinale gegen den ESV Bergisch Gladbach in der Enni-Eiswelt nicht ganz gereicht.
Für die Black Tigers des GSC Moers hat es im zweiten Play-off-Viertelfinale gegen den ESV Bergisch Gladbach in der Enni-Eiswelt nicht ganz gereicht.© FUNKE Foto Services | Oleksandr Voskresenskyi

Dazu scheinen die Sponsorengespräche dem Vernehmen auf einem guten Weg. Neben den etablierten Gönnern sollen sogar neue Geldgeber interessiert sein. Der Etat für die nun beendete Saison beläuft sich auf rund 50.000 Euro. Von Spielerseite gibt es dazu weitere positive Signale. Einige Leistungsträger haben ihre Bereitschaft signalisiert, weiter Schwarz und Gelb zu tragen. Das gilt auch für Trainer Maximilian Eberlein. „ich bin seit 13 Jahren in Moers und würde als Coach gern weitermachen und den GSC voranbringen“, bekräftigt der 26-Jährige gegenüber der Redaktion.

Trainer Max Eberlein will bei den Black Tigers bleiben

Dass es gegen Bergisch Gladbach am Wochenende nicht gereicht hat, sei kein Beinbruch, so Eberlein: „Beide Spiele waren gut, das zweite sogar knapp. Im Rückspiel haben wir uns allerdings zu viele Strafzeiten geleistet.“ Achtmal zwei Minuten brummte ein Tigers-Spieler in der Kühlbox. Gegen eine clevere Gästemannschaft mit einem exzellenten Torsteher Felix Köllejan zwischen den Pfosten kosteten beim 2:3 (0:2, 1:1, 1:0) die Unterzahlsituationen natürlich auch Kraft. Die Realstars nutzten zwei Powerplay-Möglichkeiten zum 2:0 und 3:1. Für den GSC trafen Verteidiger Pascal Fischer (31.) und Allrounder Ryan Frantz. Dessen 2:3 kam 47 Sekunden vor der Schluss-Sirene allerdings zu spät.

Diskussion mit den Schiedsrichtern. hier Marc Schaub: Der GSC Moers kassierte zu viele Strafzeiten im zweiten Viertelfinale.
Diskussion mit den Schiedsrichtern. hier Marc Schaub: Der GSC Moers kassierte zu viele Strafzeiten im zweiten Viertelfinale.© FUNKE Foto Services | Oleksandr Voskresenskyi

Am Freitagabend in Bergisch Gladbach kostete beim 3:6 (0:0, 1:4, 2:2) ein schwaches zweites Drittel mit zu vielen Abwehrfehlern das Match. Tristan Pfeifer (1:2/29. Min), Sebastian Pfeifer (2:5/49.) und Verteidiger Nicolas Lesch per Unterzahltor (3:6/58.) trafen für den GSC Moers ins Netz. „Wir haben als Aufsteiger eine sehr positive Regionalligasaison hingelegt - auch vor dem Hintergrund von vielen verletzten Stammspielern. Darauf können wir nicht nur stolz sein, sondern auch für die Zukunft aufbauen“, betont Trainer Max Eberlein: „Ein Dank geht natürlich auch an unsere Fans, die uns wirklich gut unterstützt haben.“

GSC Moers: Gut 2000 Zuschauer kommen zu den elf Heimspielen

Zu den elf Heimspielen kamen knapp 2000 Zuschauer in die Enni-Eiswelt an der Filder Straße. Im Schnitt waren 190 Besucher pro Heimmatch beim GSC dabei. Die beste Kulisse gab es, wie immer, gegen den Erzrivalen Grefrath Phoenix: 409 Zuschauer sahen die bittere 0:4-Derbyheimpleite. Bester Punktesammler war Verteidiger Julius Bauermeister (fünf Tore, 19 Vorlagen). Trotz Verletzungsausfall in zehn Spielen war Angreifer Jan Theuerkauf mit elf Toren in zwölf Partien bester Torschütze in Reihen der Black Tigers. Bis 15. März wird nun noch ein wenig auf dem Eis trainiert, dann geht es in die lange Spielpause.