Unsere Leserinnen und Leser wünschen, mitzureden, mitzudiskutieren, ihre Meinung und ihre Erfahrung mitzuteilen. Jedenfalls erreichen unsere Redaktion jede Woche zahlreiche Leserbriefe. Auch in den vergangenen Wochen trudeln Mails mit den Argumenten und Meinungen unserer Leserschaft ein. Hier veröffentlichen wir ihre Ansichten zu verschiedenen Themen – vom Dauerbrenner Baustellen über Sinn und Unsinn Olympischer Spiele bis hin zu Fahrradunfällen auf den neuen Radquerungen.
Zu: Großvater kämpft für sicheren Schulweg
Die Darstellungen im Artikel kann ich leider nur bestätigen. Die Tackenbergstraße ist morgens und nachmittags wirklich gefährlich zu überqueren. Deswegen bringe ich meine Tochter jeden Morgen zu Fuß zur Schule und hole sie auch wieder ab. Wenn es an der Tackenbergstraße einen Zebrastreifen oder eine Ampel gäbe, würde ich sie auch alleine laufen lassen. So geht es leider vielen Eltern. Gibt es in Oberhausen noch eine Grundschule in Insellage ohne Fußgängeranlagen wie Ampel oder Querung? Leider war die Schulleitung zu uns Eltern bisher nicht so gesprächsbereit wie in Ihrem Artikel dargestellt. Uns wurde nur gesagt: „Da kann man nichts machen!“ Susanne Huhn
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Zu: Baustelle Autobahn A 516 – Erneuerung der Brücke
Nachdem es immer wieder negative Schlagzeilen über Baustellen gibt, möchte ich hier einmal etwas Positives hervorheben: Ich fahre jeden Tag über die A516 nach Oberhausen und wieder zurück. Die Planer haben die Anzahl der Spuren in der drei Kilometer langen Baustelle auf drei beschränkt. Doch morgens und vormittags waren zwei dieser Spuren in Richtung Süden (Oberhausen) und eine in Richtung Norden (Dinslaken) geöffnet; nachmittags und abends allerdings genau umgekehrt. Vielen Dank für diese effektive Planung und auch für die Umsetzung, denn zweimal pro Tag mussten die Kollegen die Schilder und die Abgrenzungen umstellen. Jochen Bruckmann

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Zu: Wahlversprechen von Oberbürgermeister Thorsten Berg (SPD)
Das Wahlversprechen von Herrn Berg war: Verkehrsinfarkt beseitigen! Leider ist das noch nicht passiert. Es wurden zwar viele Tempo-30-Zonen eingerichtet – aber man hat versäumt, die Ampelphasen anzupassen. In Oberhausen steht man bei jeder Ampel, selbst wenn diese nur wenige Meter auseinander sind. Das tut weder dem Verkehr noch der Umwelt gut. Warum schalten wir zum Beispiel von nachts bis morgens die Ampeln nicht aus? In unseren Nachbarstädten klappt das prima. Ich fahre morgens um 4.30 Uhr von Sterkrade nach Alt-Oberhausen und stehe mutterseelenalleine vor jeder Ampel.

Die Tempo-30-Zonen wegen Lärmschutz kann man sich auch schenken. Die meisten Autos fahren mit 50 Stundenkilometern leiser als mit 30 Stundenkilometern, weil man in einem höheren Gang fahren kann und die Motordrehzahl somit viel geringer ist, als mit 30 km/h im kleineren Gang. Dazu kommt das Baustellenchaos. Manchmal sind sogar auf den Umleitungsstrecken Baustellen. Schlaglöcher werden nur notdürftig geflickt und wenn doch mal die Fahrbahn erneuert wird, sind die Gullideckel nicht angepasst. Das ist fast schlimmer als ein Schlagloch. Ich bin gespannt, wann unser neuer Oberbürgermeister die Verbesserungen einleitet und den Verkehrsinfarkt beseitigt. Michael van Dellen
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Zu: Müll und viele Schäden: Ganz miserable Noten für den Hauptbahnhof

Auch die Bahnsteige geben kein gutes Bild ab. Hier sticht besonders der überflüssige Museumsbahnsteig hervor. Er ist ein einziger Schandfleck und hat mit einem Museum überhaupt nichts zu tun. Frank Rommerskirchen
Zu: Sarah Connor – Konzert in der Oberhausener Rudolf-Weber-Arena/Fast drei Stunden Sarah Connor: Sehr persönliche Reise in Oberhausen
Leider wurde der Konzertgenuss ganz erheblich dadurch getrübt, dass wir, im Unterrang 107 sitzend, von einer permanenten, sehr starken und kalten Zugluft betroffen waren. Man konnte es nur mit Jacke und bestmöglich mit Schal ertragen! Diesen Zustand sollten die Betreiber der Arena dringend abstellen! Die preislich bei 107 Euro liegenden Sitzplätze haben hierdurch leider eine erhebliche Wertminderung erfahren! Anita Freund

Zu: Bahnübergang Sternstraße wird geschlossen
Als ich den Artikel las, schaute ich erst auf den Kalender. Nein, ich irrte mich nicht, der 1. April 2026 ist seit einigen Tagen vorbei. Nein, liebe Redaktion, der Bahnübergang wird nicht geschlossen, denn er ist bereits seit Monaten (für alle, auch für Fußgänger) geschlossen. Klaus Uschmann
Anmerkung der Redaktion: Tatsächlich war der Bahnübergang Sternstraße bereits für Autofahrer gesperrt, jetzt wird er nach den offiziellen Angaben der Bahn am 20. April auch für Passanten und Radfahrer endgültig geschlossen.

Zu: Dank für unerwartete Hilfe
Ich hatte in Oberhausen einen Arzttermin, aber ich brauchte einen Parkschein. Da ich gehbehindert bin und weit und breit kein Parkscheinautomat zu sehen war, sprach ich drei Männer an, die sich als albanische Landsleute vorstellten. Einer lief für mich die Strecke, kaufte einen Parkschein und legte ihn in mein Auto. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken und wünsche den Männern von Herzen alles Gute. Erika Haugg, Mülheim
Zu: So argumentieren die Oberhausener Parteien für Olympia – und dagegen
Ein Schwimmbad am Nordpol erscheint mir sinnvoller als Olympische Spiele im Ruhrpott. Warum? Ein kaltes Bad für politische „Traumtänzer“ könnte den Verstand wiederbeleben und die Augen öffnen für dringendere Probleme in der Region. Wolfgang Fenker
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Interessante Aussagen sind da zu lesen, wie beispielsweise die einmalige Gelegenheit, Investitionen in Verkehr und andere Infrastruktur voranzubringen. Ist dann plötzlich Geld da, das jetzt nicht vorhanden ist? Wo kommt das her? Es wird also wieder auf Subventionen geschielt, die am Ende auch erneut einen gewaltigen Eigenanteil an den Investitionen voraussetzen. Allein der Aufruf zum Bürgerentscheid erscheint bereits kostenmäßig „aus dem Ruder“ zu laufen. Oberhausen ist pleite, und man plant ein unkalkulierbares finanzielles Glücksspiel. Das ist schon krass. Hans-Jürgen Pelzers
Als die Abstimmungsunterlagen für die Bewerbung um die Olympischen Spiele in frühestens zehn Jahren eintrafen, musste ich mit den Augen rollen: Was soll dieser immense Aufwand (finanziell und personell), nur um eine Bewerbung zu unterstützen?! Man möchte den Verantwortlichen zurufen: „Macht es doch einfach und steckt dieses eingesparte Geld in unsere Infrastruktur!!! Teert unsere kaputten Straßen!“ Doris Victor
So schreiben Sie an die Redaktion
Anmerkung der Redaktion: Bei den hier veröffentlichten Zuschriften unserer Leserinnen und Leser handelt es sich um persönliche Meinungsäußerungen und Ansichten, die nicht der Auffassung der Redaktion entsprechen müssen. Wer uns seine Ansichten zu Oberhausener Themen mitteilen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.
Dafür muss man eine E-Mail mit einer Betreffzeile, um welches Thema und um welchen Artikel es geht, und der eigenen Meinung an die Redaktionsadresse redaktion.oberhausen@funkemedien.de senden – mit vollständigem Namen und vollständiger Wohnadresse. Die Zuschriften können online und in der Zeitung veröffentlicht werden. Die Wohnadresse wird nicht veröffentlicht. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen.
Zu: Vermüllung an Standplätzen von Abfallcontainern
Eigentlich habe ich aufgegeben, den erbärmlichen Zustand an den Sammelstandorten zu beklagen. Nach der Amtseinführung des neuen Oberbürgermeisters habe ich als letzten Versuch eine E-Mail an sein Büro geschrieben und die mehr und mehr eskalierende Vermüllung dort thematisiert. Eine ausführliche Antwort erhielt ich von dem Leiter des Umweltamtes: Eine Lösung sei in Arbeit und das Konzept stünde auf dem Prüfstand.
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Passiert ist aber seitdem nichts. Am vorletzten März-Wochenende bot sich wieder ein Bild der Schande an der Harkortstraße. Die Kartonagen werden nicht recycelt, sondern mit dem Restmüll entsorgt. Der leichtere Plastikmüll verweht und verschmutzt die gesamte Umgebung. Ich könnte etliche Sammelstandorte nennen, wo es nicht besser aussieht! Henrik Michels

Nun geht es schon wieder los! Jahr für Jahr berichtet diese Redaktion über die zig Säuberungsaktionen in Stadt, Wald und Flur. Aufhören! Es reicht! Vielleicht sollten sich alle mal kritisch mit dem Thema auseinandersetzen. Allein wenn ich sehe, wie jedes einzelne Kind oder auch jeder Erwachsene mit einer 120-Liter-Mülltüte ausgestattet wird, bei der dann am Ende der Sammlung gerade mal der Boden bedeckt ist, stellen sich mir die Nackenhaare hoch. Hier stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht. Den Einsatz der Sammler in allen Ehren, aber es ist Zeit für Veränderungen. Ute van Heeck
Zu: Sparpaket: Oberhausen erhöht Parkgebühren und sucht säumige Hundehalter
Mal wieder reichen die Einnahmen unserer Stadt nicht aus, um einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Jetzt sind wieder die Hausbesitzer (Grundsteuer), Autofahrer (Parkgebühren) und Bürger (Kosten Rathaus-Service) betroffen, um den Oberhausener Finanzhaushalt aufzuhübschen, was in allen Zeiten nie gelungen ist. Es gibt in Oberhausen im City-Bereich, im Marienviertel, am Rathaus, in Sterkrade und Osterfeld kaum noch kostenfreie Parkplätze. Man möchte die Innenstädte und den Kaisergarten dadurch beleben, dass man die Parkgebühren erhöht? Man will die Innenstädte durch Umbau attraktiver machen, während man gleichzeitig kontraproduktiv die Kosten für das Parken erhöht? So entlastet unsere Stadt zwar kurzfristig ihren Finanzhaushalt, aber ihre Gewerbesteuer-Einnahmen werden abnehmen, weil immer weniger Autofahrer teure Parkplätze ansteuern und unsere Innenstädte noch weiter veröden. Norbert Heyer
Zu: Zu viele Fahrradunfälle an Radquerungen: „Das kann so nicht bleiben“

Diese Radquerungen sind eine gute Idee. Trotzdem ist man als Radfahrer gut beraten, defensiv zu fahren und trotz Vorfahrt, erst zu schauen, den Blickkontakt mit dem Autofahrer zu suchen und im Zweifelsfall anzuhalten. Ich bin sehr viel mit dem Rad unterwegs und habe den Eindruck, dass viele Autofahrer trotz Beschilderung und Hinweisen oft nicht wissen, wie sie sich hier zu verhalten haben. Ähnliches gilt auch für den Mindestabstand beim Überholen. Für mich müssen es nicht zwingend die geforderten 1,50 m sein, aber wenn Autos mit weniger als einem Meter Abstand überholen, wird es schon kritisch. Hier ist offenbar noch viel Aufklärungsarbeit erforderlich. Verblasste, nicht mehr erkennbare Abgrenzungen der Radwege auf den Straßen, Verkehrsinseln, die plötzlich die Fahrbahn verengen, die schlechte Qualität der Straßen mit notdürftig verfüllten Schlaglöchern, bei denen das Füllmaterial eine Kante zur Straßenoberfläche bildet, und oft unklare Verkehrsführungen machen das Radfahren abenteuerlich.
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Das Rad ist sicherlich im heutigen Individualverkehr eine gute Alternative, um zumindest Kurzstrecken schneller zurückzulegen als mit dem Auto. Aber man muss das Fahren mit dem Rad auch beherrschen. Wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte zumindest in der Lage sein, seine Fahrlinie im Straßenverkehr zu halten, und wissen, wie sein Rad in kritischen Situationen funktioniert. Auch werden Verkehrsregeln von vielen Radfahrenden oftmals sehr individuell ausgelegt, obwohl die meisten sicher auch ein Auto besitzen und somit einen Führerschein haben. Mehr Rücksichtnahme und vorausschauendes Fahren von allen Beteiligten würden viel bewirken, aber leider ist eher das Gegenteil der Fall und Aggressivität und Egoismus sind die Mittel der Wahl, um ans Ziel zu kommen. Ingo Schubeis



















